Depressive und Kuscheltier-Plage

Die Besucher Heinrich (von links) und Monika Reinert sowie Politiker und Tafel-Chef Mathias Schmitz (Grüne) genossen den Abend.
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Die Besucher Heinrich (von links) und Monika Reinert sowie Politiker und Tafel-Chef Mathias Schmitz (Grüne) genossen den Abend.

Sechster Schenefelder Comedy Club: Round Table 27 unterstützt Tafel mit 3000 Euro / Comedians unterhielten großes Publikum

shz.de von
26. Mai 2018, 16:00 Uhr

Lachen echt authentisch: Das von Round Table-27-Präsident (RT27) Daniel Fenske angekündigte Motto bei der sechsten Comedy-Club-Veranstaltung in Schenefeld ging auf. Die Mitglieder des RT27 haben bei der Veranstaltung im Juks zugunsten der Schenefelder Tafel 3000 Euro eingenommen. Die Comedians Armin Sengbusch, Jörg Schumacher, Martin Niemeyer und Marvin Spencer sorgten am Donnerstag dafür, dass die Lachmuskeln der Besucher ordentlich strapaziert wurden. „Wir freuen uns über jeden Cent. Die Veranstaltung ist für uns ein Geschenk“, sagte Tafel-Chef und Grünen-Politiker Mathias Schmitz. Mit seinem Event würde der Club die Tafel jeweils für ein Jahr finanzieren. Dies umfasse die Kosten für Miete, Wasser und Abfall.

Die Comedians griffen auf unterschiedlichste Themen zurück. Sengbusch profilierte sich mit Witzen über Depressive. Moderator Roman Reinert beschrieb den Comedian vorab als ebenso „depressiv wie Andrea Nahles, nur in der lustigen Variante“. Sengbusch nahm nicht nur den HSV, sondern auch Schwiegermütter und Frauen mit Blumenwunsch aufs Korn. Gestört fühlte er sich von großen Männern mit kleinen Nasen sowie von Menschen mit Brillen. Letztere müssten weg, denn sie seien nicht überlebensfähig. Schließlich gelte Darwins Prinzip vom „Survival of the fittest“ (Der Stärkste setzt sich durch).

Der Finalist beim Schenefelder Comedy Preis, Martin Niemeyer, sinnierte übers Eheleben mit zwei Kindern. Er beschrieb das von Kuscheltieren überquellende Kinderzimmer, aber auch das eigene sich wandelnde Erscheinungsbild: Vom Ring bis zum Zylinder durchlaufe sein Körper alle Stadien. Wie für Niemeyer gab es für die anderen Comedians, darunter Reinert, reichlich Applaus.

Reinert entwickelte die Idee für die Comedy-Benefizveranstaltung im Juks vor sechseinhalb Jahren. „Das Konzept ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte das Ex-RT27-Mitglied. Die Leute kämen wieder. Hobby-Comedian Reinert verfügt bundesweit über gute Kontakte in die Szene. „Das Event ist aber nur dank der weiteren Sponsoren Classic Immoblien, Autohof Reimers und Sparkasse Südholstein finanzierbar“, sagte der Moderator. „Wir unterstützen das Event in jedem Jahr gern, weil unser Unternehmen in Schenfeld verortet ist und das Geld vor Ort Menschen zugute kommt, die es dringend benötigen“, sagte Lutz Westermann von Classic Immobilien.

Zahlreiche Besucher bezeichneten sich als Wiederholungstäter. „Wir haben hier sehr gute Comedians gesehen. Und das alles für einen guten Zweck“, sagte Monika Reinert aus Halstenbek. Wolfgang Eilken lobte die lockere Show-Atmosphäre und das gute Essen. Mit mehr Gags geht es weiter am Freitag, 8. Juni, im „Stadtzentrum“ beim Finale für den Schenefelder Comedy-Preis.

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