zur Navigation springen

Schenefeld : Dauerparker sorgen für Dauerärger

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Stadt will verstärkt gegen Fahrzeughalter vorgehen. Ordnungsamtschef Axel Hedergott beklagt Lücke im Gesetz.

Schenefeld | Der Bootsanhänger steht seit Wochen in der Straße Op de Gehren. Sehr zum Ärger von einigen Anwohnern. Einer hat reagiert und Anzeige erstattet beim Ordnungsamt der Stadt Schenefeld. Das ist auch tätig geworden. Die Mitarbeiter waren vor Ort. Doch so einfach wie Falschparkern ist den Dauerparkern nicht beizukommen. „Es gibt eine Lücke im Gesetz“, sagt Ordnungsamtschef Axel Hedergott.

Nur 14 Tage dürfen Anhänger, Wohnmobile, Yachten oder Wohnwagen im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. Stehen sie länger, kann die Stadt ein Verwarngeld verhängen. Problem: Werden die Fahrzeuge in dieser Zeit – und sei es nur um weniger Meter – bewegt, beginnt die Frist von Neuem. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes müssten Fotos anfertigen, Ventilstellungen notieren. „Ein enormer Aufwand“, sagt Hedergott. Die Dauerparker beschäftigen längst auch die Politik. „Die Stadt muss einschreiten“, forderte zuletzt CDU-Mann Hans-Detlef Engel.

Die Dauerparker finden sich im gesamten Stadtgebiet: Im Osterbrooksweg, im Kykerweg, an der Friedrich-Ebert-Allee und an der Blankeneser Chaussee. Die Straßen und Parkstreifen werden so für viele Fahrzeuge zum Winterquartier. „Obwohl viele Fahrzeughalter eigene Grundstücksauffahrten haben“, betont Hedergott. Auch wenn es rechtlich nicht einfach ist, die Stadt will das Dauerparken nicht länger hinnehmen. „Es gibt Möglichkeiten, das zu unterbinden. Wir sind gerade dabei, das rechtlich zu prüfen“, sagt der Ordnungsamtschef.

Der Kampf gegen Falschparker: In Schenefeld werden von Mitarbeitern des Ordnungsamtes seit 2010 „Knöllchen“ verteilt. Im vergangenen Jahr hat die Stadt dadurch Einnahmen in Höhe von 69 800 Euro erzielt. 3581 Verstöße wurden registriert. Zum Vergleich: 2013 lagen die Einnahmen bei 73  000 Euro bei 3700 geahndeten Verstößen. Die Falschparker werden zur Kasse gebeten, die dreisten Dauerparker kommen ungeschoren davon. Das soll sich ändern.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen