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Verein muss Galerie aufgeben : Das „Stadtzentrum“ kündigt dem Kunstkreis

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Schenefelder Verein muss Galerie vorerst aufgeben. Verhandlungen über alternativen Raum laufen.

Schenefeld | Der letzte Tagesordnungspunkt beim Kunstkreis Schenefeld hatte die meiste Brisanz auf einer ansonsten ruhigen Jahreshauptversammlung. „Wir müssen unseren Raum im ,Stadtzentrum’ aufgeben“, verkündete die Vorsitzende Ursula Wientapper. Vor vier Jahren hatte das Centermanagement die Fläche mietfrei zur Verfügung gestellt, auf der vor allem junge Künstler ausstellen und wo am letzten Donnerstag des Monats von 16 bis 18 Uhr der „Treffpunkt Kunst“ ausgerichtet wird.

„Das ,Stadtzentrum’ wird den Raum jetzt vermieten. Eigentlich sollten wir den Raum zum 15. Mai räumen. Das wird aber nicht klappen“, sagte Wientapper. Derzeit würden die Gespräche mit dem Centermanagement laufen. „Es ist alles noch in der Schwebe. Das Centermanagement hat uns aber mitgeteilt, dass man uns eine Alternative anbieten wird. Wir hoffen, dass wir Ende Mai im neuen Raum sind“, sagte Wientapper. Sollte keine Fläche im „Stadtzentrum“ zur Verfügung stehen, werde man sich nach einem Raum in der Stadt umsehen. „Eines ist aber klar: Miete können wir nicht zahlen“, betonte Wientapper. Ihr Stellvertreter Michael Behrens war sich sicher: „Wir werden neue Räume im ,Stadtzentrum’ finden. Schlechter als jetzt kann die Lage kaum sein. Ich denke, ein Umzug kann auch ein Vorteil für uns sein.“ Der Kunstkreis sorge mit seinen Ausstellungen dafür, dass auch Menschen von Außerhalb ins „Stadtzentrum“ kämen. Doch auch für den Kunstkreis habe die Ausstellungsfläche eine positive Wirkung. „Wir konnten dadurch einige junge Mitglieder gewinnen“, so Behrens. Durch die Neueintritte sei die Mitgliederzahl konstant bei 200. „Es geht immer etwas rauf und runter, aber wir bewegen uns um die 200er-Marke herum“, erläuterte Wientapper.

Der Fotograf Thorsten Berndt referierte auf der Jahreshauptversammlung des Kunstkreises Schenefeld über das Thema„Fotographie im Zeitalter von Smartphones“.
Der Fotograf Thorsten Berndt referierte auf der Jahreshauptversammlung des Kunstkreises Schenefeld über das Thema„Fotographie im Zeitalter von Smartphones“. Foto: Bastian Fröhlig
 

Die Vernissage für die Ausstellung „Mindfuck“ von Ramona Beiren wird wie geplant am 28. April in der Galerie im „Stadtzentrum“ stattfinden. Der Fotograf Thorsten Berndt referierte während der Jahreshauptversammlung des Kunstkreises über das Thema „Fotografie im Zeitalter von Smartphones“. „Mit den Geräten lassen sich auch Kunstprojekte umsetzen“, sagte Berndt. Die mobilen Endgeräte mit Kamerafunktion seien Verbreitungsmedien, mit denen sich Künstler auseinandersetzen müssten. „Das Erlebnis von Originalkunst wird aber immer bleiben“, zog Berndt sein Fazit.

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