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Schenefeld : Das Sportrestaurant ist ab 15. Januar dicht

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Pächterin Sandra Ackermann gibt auf. Die Stadt will sich alle Optionen offen halten und sucht nicht sofort einen Nachfolger.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Schenefeld | Nach gut fünf Jahren ist Schluss: Sandra Ackermann hat ihren Pachtvertrag mit der Stadt Schenefeld beendet. Ab 15. Januar ist das Sportrestaurant dicht. „Meine Entscheidung hat persönliche Gründe. Sie hat nichts mit der finanziellen Situation des Sportrestaurants zu tun“, betont die Pächterin. Ackermann musste den Tod ihres Partners Martin Krugmeier verkraften. Beide zusammen hatten das Sportrestaurant im April 2009 von der Stadt gepachtet. „Ich werde mein Leben jetzt neu ordnen“, sagte Ackermann. Die Lebensplanung der beiden Pächter sah anders aus. Sie hatten die Option gezogen, den Pachtvertrag um fünf Jahre zu verlängern. Es kam anders.

Die Stadt hat sich noch nicht auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht. „Wir wollen zunächst in aller Ruhe alle Optionen prüfen“, betont Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Die Politik werde sich im kommenden Jahr mit dem Thema befassen.

Das Sportrestaurant im Untergeschoss der alten Sporthalle: ein Bau aus den 1970er Jahren. Es gibt zwei Kegelbahnen, einen Clubraum, die Küche und den großen Festsaal für bis zu 450 Gäste. Hier wurde getanzt und gefeiert. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Vereine, Verbände und die Stadt nutzten die großzügigen Räumlichkeiten regelmäßig. Sportler von Blau-Weiß schauten nach dem Training auf ein Bier vorbei. Mehrere Gruppen der Tanz- und Turnabteilung trainieren im Untergeschoss der Sporthalle. „Blau-Weiß wird die Räumlichkeiten auch in Zukunft nutzen können“, sichert Küchenhof zu. Blau-Weiß Geschäftsführer Frank Böhrens wurde über die vorübergehende Schließung des Sportrestaurants informiert. 2009 hatte sich auch die Spielvereinigung als Pächter beworben, sogar 1000 Unterstützerunterschriften von Vereinsmitgliedern vorgelegt. Die Politik entschied sich damals gegen den Sportverein und für die externen Pächter. Doch die Vergangenheit ist für Böhrens abgehakt. „Die neue Situation ist auch eine Chance für Blau-Weiß 96.“ Der Geschäftsführer kann sich vorstellen, dass die Spielvereinigung der Stadt erneut ein Pachtangebot macht. „Bedarf an weiteren Flächen hat unser Verein definitiv. Die Idee eines Sport-Kindergartens ist auch schon aufgekommen“, sagt Böhrens. Es gebe viele Möglichkeiten. Der Verein sei in jedem Fall gesprächsbereit.

Ein Ärgernis aus Sicht des Vereins fällt nach Beendigung des Pachtvertrages weg: Die Pächter hatten das Alleinverkaufsrecht auch für Veranstaltungen, die Blau-Weiß in den vergangenen Jahren organisiert hatte. „In Zukunft können wir wieder selbst verkaufen. Das wird sich positiv auf den Kostenfaktor bei Veranstaltungen auswirken.“

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