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Porträt : Das neue Gesicht im Juks stellt sich vor

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Seit Februar diesen Jahres ist Nienke von der Kammer nun an Bord des Kulturzentrums.

Schenefeld | Um das Ziel ihrer Arbeit im Schenefelder Juks zu beschreiben, braucht Nienke von der Kammer nicht lang zu überlegen. Sie nimmt die Kinder und Jugendlichen zunächst an die Hand. „Und dann kann ich sie auch loslassen“, sagt die 41-Jährige. „Das macht mich und meine Arbeit glaube ich aus.“

Seit Februar diesen Jahres ist Nienke von der Kammer nun an Bord des Kulturzentrums. Zuvor war die gebürtige Bremerin als Erzieherin in Hamburg tätig. Hier machte sie auch ihren „Bachelor of Arts“ in Sozialer Arbeit. Offiziell ist sie damit Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin. „Aber ich finde den Begriff Sozialpädagogin halt schöner, weil in meiner Arbeit das pädagogische natürlich für mich das Wichtigste ist“, betont die sportliche Frau mit den kurzen braunen Haaren.

Im Vergleich zu ihrer Tätigkeit als Erzieherin in einer Hamburger Kindertagesstätte hat sie nun auch mit älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu tun. Gerade diese Vielschichtigkeit ist es, die ihr am Juks so gut gefällt. Nienke von der Kammer beschreibt begeistert wie abwechslungsreich ihre Arbeit dadurch ist. Jeden Tag unterstützt und beaufsichtigt sie eine andere Altersgruppe bei jeweils verschiedenen Aktionen. Bei den Projekten, Unternehmungen und Spielen ist Nienke von der Kammer immer vorn mit dabei: „Alles was die Kinder spielen, dafür bin ich mir nicht zu schade. Also ich spiele auch mit denen Fußball oder so.“ So verwundert es auch nicht, dass die aufgeweckte Pädagogin für das Porträtfoto mit ihren grünen Turnschuhen zügig auf das Klettergerüst hinterm Juks klettert und grinsend posiert.

Ihrer Meinung nach ist das Kulturzentrum in Schenefeld durch die vielen Aktionen und Aktionsräume sehr gut vernetzt und wird durch seine Offenheit für alle Kulturen und Altersgruppen sehr gut angenommen. Bei einigen Aktionen kommen um die 30 Kinder und Jugendliche in das Juks, einige sogar zwei mal in der Woche. „Das ist total toll! Dadurch hat man natürlich auch nochmal einen engeren Bezug zu den Jugendlichen, ist immer auf dem Laufenden und kann ein vertrauensvolles Verhältnisse aufbauen“, erklärt Nienke von der Kammer stolz. Dass die Kinder und Jugendlichen gern kommen, sieht sie als großen Erfolg ihrer Arbeit im Juks. Das ihr entgegengebrachte Vertrauen musste sie sich allerdings erst erarbeiten. Sie erzählt wie sie für die Playstation im Jugendbereich eine Liste vorbereitet hat, in die sich die Jugendlichen eintragen sollten, da alle nur eine begrenzte Zeit damit spielen dürfen. Zunächst musste sie das Eintragen in die Liste noch anleiten und moderieren. „Jetzt hängt da aber nur noch der Zettel.“ Und die Jugendlichen regeln den Rest selbst: „Das ist, was meine Arbeit eben ausmacht. Ich leite an, und dann gebe ich aber auch ab.“

Dass die Sozialpädagogin eigentlich in Schenefeld gelandet ist, hat allerdings nichts mit Pädagogik zu tun: Ihr Pferd ist der Grund für den Ortswechsel. Die passionierte Reiterin hat sich vor einigen Jahren ihren Traum erfüllt und ein Pferd gekauft, das nun in Sülldorf steht. Vor einem Jahr hat sie sich dann mit dem Umzug nach Schenefeld in die Nähe ihres geliebten Tieres begeben. Mit der Arbeit im Juks ist ihr Lebenstraum komplett. „Das ist das, was ich immer leben wollte“, erzählt sie strahlend: „Da gehört eben auch das Juks zu. Und dass ich da, wo ich lebe, auch arbeite, dass ich da sozial vernetzt bin und man kurze Wege hat.“

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