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Eiskalter Diebstahl in Schenefeld : „Das ist eine Schweinerei“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Spendentopf geklaut: Unbekannte haben 1000 Euro aus dem Sozialkaufhaus „Glücksgriff“ gestohlen. Das Geld war für soziale Projekte vorgesehen.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Fassungslos stehen die Mitarbeiter des Schenefelder Second-Hand-Ladens „Glücksgriff“ in ihrem Geschäft: Ein Einbrecher hat sich in der Nacht zu Donnerstag gewaltsam Zutritt zum Geschäft in der Lornsenstraße verschafft. Der Täter stahl anschließend den Inhalt der Kasse sowie den Spendentopf. Mit insgesamt 1000 Euro verschwand der Unbekannte wieder. Mitarbeiter des Geschäfts und Gerd Fiebig, zweiter Vorsitzender des Vereins „Glücksgriff“, sind entsetzt und verärgert zugleich über so viel Kaltschnäuzigkeit: „Das ist eine Schweinerei“, schimpft Fiebig. „Wir tun etwas für die Kinder von Schenefeld und dann werden wir beklaut.“ Die Kriminalpolizei Pinneberg hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Fest steht bislang: Der Täter brach das Schloss der Eingangstür mit seinem Werkzeug auf und wusste genau, was er suchte. „Der muss gezielt unterwegs gewesen sein“, berichtet Fiebig. „Der wusste, wo das Geld liegt und muss schon mal im Laden gewesen sein.“ Von den Klamotten sei nichts mitgenommen worden, auch seien keine anderen Schränke und Schubladen durchwühlt worden.

Stattdessen sei die Kasse herausgeholt und der Spendentopf mitgenommen worden – allein darin befanden sich gut 300 Euro. „Es ist so beschämend“, sagt Birgit Peters, eine der Kassiererinnen. „Jeder arbeitet ehrenamtlich hier, viele zahlen noch was dazu und dann passiert so etwas.“ Leider sei am Mittwoch-abend das Geld aus der Kasse auch nicht mehr zur Bank gebracht worden.

Einen Teil des Schlosses fanden Mitarbeiter außerhalb des Ladens, der andere Teil lag innerhalb. Auch der Schließzylinder sei kaputt gewesen, sagt Fiebig. Gestern morgen setzte ein Handwerker ein neues Schloss ein. Zudem soll der Laden noch zusätzlich gesichert werden.

Trotzdem: „Aus dieser Erfahrung heraus wird kein Bargeld mehr nachts im Laden bleiben“, stellt der zweite Vorsitzende klar.

Derzeit wartet der Verein darauf, ob die Versicherung den Schaden übernimmt. Dass sie das gestohlene Geld jemals wiedersehen, glaubt das „Glücksgriff“-Team nicht. Auch die Polizei in Schenefeld teilte auf Anfrage mit, noch keine konkrete Spur zu haben. Allerdings, so berichtet Fiebig, meint eine Nachbarin, gegen 5 Uhr ein Geräusch gehört zu haben. „Der Verlust tut weh“, meint Fiebig, „wir hätten mit dem Geld das ein oder andere Projekt finanzieren können.“

Die Kriminalpolizei vergleicht die Spuren jetzt mit denen von anderen Einbrüchen, um dem Täter so auf die Schliche zu kommen. Zeugen, die zur Tatzeit in Schnefeld etwas gesehen haben, können sich bei der Kriminalpolizei Pinneberg unter (04101) 2020 melden.

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