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Schenefelder Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:26 Uhr

Schenefeld : Das Gymnasium als Ort der Vielfalt

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

90 Fünftklässler profitieren vom Projekt. Offenheit und Akzeptanz zentraler Dreh- und Angelpunkt. Projekt auch für Mittel- und Oberstufe.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2015 | 12:30 Uhr

Schenefeld | Fünftklässler schwirren durch den Klassenraum. Beim Evolutionsspiel verkörpern sie Amöben, Insekten, Frösche und Dinosaurier. Auch als Gorilla und Menschen agieren sie. Wer setzt sich durch? „Schere, Stein, Papier“, rufen die einzelnen Protagonisten. Mithilfe des jahrhundertealten Ausscheidespiels setzt sich nach und nach eine von den Schülern verkörperte Evolutionsart durch. 

Mit dem Spiel empfinden die 90 Fünftklässler des Gymnasiums Schenefeld die verschiedenen Entwicklungsstufen der Evolution nach. Am Ende blieb von jeder Kategorie eine übrig. Vielfalt entsteht. Die für den fünften Jahrgang veranstalteten Projekttage beschäftigen sich eben mit diesem Thema: Vielfalt. „Die spielerische Übung soll eine lockere Atmosphäre kreieren und die Schüler in die Lage versetzen, Vertrauen zu bilden“, erläuterte die Projektkoordinatorin Mareike Hasselmann. Grundgedanken wie Offenheit und Akzeptanz stehen im Zentrum der Veranstaltung. Weitere Ziele: das Selbstwertgefühl von Schülern zu stärken und präventiv Diskriminierung vorzubeugen.

Vielfalt beinhaltet generell Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen. Die Lehrer besprachen mit den Schülern spielerisch Themen wie Herkunft, Religion, Geschlecht und Liebe. Das Thema Sexualität war für die Zehn- und Elfjährigen noch kein Gesprächsstoff. Das Angebot entstand vor allem, damit die Jugendlichen Vielfalt nach und nach mehr wertschätzen. Die Schüler sollten darüber hinaus verstehen, dass unterschiedliche Auffassungen einen großen Gewinn für die Gesellschaft bedeuten können, und dementsprechend auch mit ihren Mitmenschen kommunizieren.

Nico (10) und Liv (11) haben vor allem eine Erfahrung fürs Leben gesammelt: „Wenn wir alle gleich wären, wäre die Welt sehr langweilig“, sagt Nico. Vivien (11) hat im Zuge der Spiele ihr Selbstbewusstsein gestärkt. „Ich habe gemerkt, dass die Menschen sehr unterschiedliche Persönlichkeiten haben“, bilanzierte Vivien. Die Schüler wollen daran arbeiten, das Gymnasium als Ort der Vielfalt mitzugestalten.

Bereits 2013 hat Hasselmann mit ihrem Team die attraktiven Projekttage am Gymnasium für Schüler der fünften Klassen erfolgreich veranstaltet. „Sie wurden so gut angenommen, dass wir es jetzt wiederholt haben“, sagt Hasselmann. Im Laufe der weiteren Schulzeit soll das Thema dann in der Mittel- und der Oberstufe erneut aufgegriffen werden.  

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