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Schenefeld : Das Altmann-Grundstück ist verkauft

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Am Kiebitzweg sollen Gewerbe und Wohnungen entstehen. Der Hamburger Investor Lukas Bauprojekt GmbH stellt Pläne vor.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 00:38 Uhr

Schenefeld | Das Altmann-Grundstück am Kiebitzweg, im Herzen der Stadt, direkt neben dem Einkaufszentrum: Seit 2013 gibt es Pläne für eine Bebauung. Monatelang wurde das fast 10.000 Quadratmeter große Grundstück zum Verkauf angeboten, gaben sich potenzielle Investoren die Klinke in die Hand. Passiert ist nichts. Bis Dezember 2015. Die Lukas Bauprojekt GmbH aus Hamburg hat das Areal gekauft, will es entwickeln. Die alten Pläne werden aufgegriffen. Auf dem Gelände sollen Wohnungen – 2013 sollten es 90 Einheiten sein – entstehen, zur Straße hin ist ein Gewerbekomplex vorgesehen.

Ein Hamburger Architekturbüro wird das Vorhaben am Donnerstagabend im Stadtentwicklungsausschuss – Beginn: 19 Uhr im Rathaus – vorstellen. Die Politik muss die Pläne absegnen.

Das ehemalige Altmann-Grundstück liegt im Untersuchungsgebiet für den neuen Stadtkern, soll Teil eines möglichen Sanierungsgebietes werden. Darauf könnte verzichtet werden, wenn sich das Bauvorhaben mit den Zielen der Stadtkernplanung in Einklang bringen lässt. Das Projekt am Kiebitzweg könnte auch zur ersten Nagelprobe für den sozialen Wohnungsbau in Schenefeld werden. 2014 hatte die Ratsversammlung auf einen Vorstoß der SPD beschlossen, dass bei Neubauvorhaben mit mehr als acht Wohneinheiten bis zu 30 Prozent der Bauflächen für den geförderten Wohnungsbau zur Verfügung stehen soll.

Der Altmann-Komplex: Für viele Schenefelder längst ein Schandfleck im Zentrum der Stadt. Investiert wurde in die alten Gebäude nicht mehr. Die Immobilie und Ex-Besitzer Max Dieter Altmann sorgten in den vergangenen Monaten und Jahren für negative Schlagzeilen. Viele Gewerbetreibende haben ihre Büros und Lagerräume längst frustriert geräumt. Die Folge des Strom-Dramas: Wegen ausstehender Stromrechnungen in Höhe von 10.000 Euro schaltete das Unternehmen E.on im Oktober 2012 den Strom ab. Obwohl nach Monaten eine Lösung gefunden wurde, ging der reguläre Strom nicht mehr an. Eine Notstromversorgung liefert die benötigte Energie – auch für den letzten Mieter Pro Derm. Das Institut für klinische Forschung konnte im Januar 2015 nach einem Wasserschaden wochenlang zwei Büroräume nicht nutzen, fühlte sich vom Vermieter im Stich gelassen. Doch Altmann ist Vergangenheit. Am Donnerstag könnte am Kiebitzweg ein Stück Zukunft auf den Weg gebracht werden.

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