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Schenefelder Tageblatt

20. Oktober 2017 | 19:09 Uhr

Schenefeld : Das 1000 Teile City-Puzzle

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Das Stadtkernmodell aus Holz kostet 18.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2015 | 16:57 Uhr

Die LSE muss Erik Schmidt noch in das Holzbrett fräsen. Anschließend die Luninez-Brücke mit dem Pylon aufbauen – das „Stadtzentrum“ und die Düpenau sind auch noch nicht ganz fertig. Schmidt baut in seiner Werkstatt in Hamburg-Stellingen ein Stück Schenefeld nach – im Auftrag der Stadt. Auf gut drei Quadratmetern entsteht ein Modell des Untersuchungsgebietes, in dem Schenefeld in den kommenden Jahren ein echtes Zentrum entwickeln will.

„Der Maßstab ist 1:500“, erklärt Schmidt. 404 Gebäude und zirka 300 Bäume hat der Architekt und Modellbauer aus Birkensperrholz angefertigt, fast detailgetreu. Die kleinen Einfamilienhäuser am Heisterweg haben sogar Garagen. Seit acht Wochen bastelt Schmidt an der Stadt aus Holz. Schenefelds City-Puzzle besteht aus insgesamt 1000 Teilen.

In der kommenden Woche, rechtzeitig zum Jugendworkshop Stadtplanung, wird er sein Modell Schenefeld übergeben. 18  000 Euro lässt sich die Stadt das 3-D-Modell kosten. „Die Bürger sollen ihre Stadt mitbauen, sich als Stadtbauer betätigen“, sagt Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann. Der Clou an dem Modell: Fünf Holzplatten können herausgenommen werden und zwar die Bereiche Osterbrooksweg, Industriestraße, die Mitte zwischen Rathaus und „Stadtzentrum“, der Kiebitzweg und das Areal rund um die Bürgerwiese nördlich der LSE. „Das ist wie ein Stück unbebaute Stadt, so als wenn alles abgerissen worden wäre“, beschreibt Dallmann die Idee. Die Schenefelder Bürger haben dadurch die Chance, die „blanken“ Areale neu zu gestalten. Dallmann: „So entstehen ganz unterschiedliche Entwürfe.“

Zweimal war Schmidt in Schenefeld, um sich das Untersuchungsgebiet anzuschauen. Zudem hat er die Bauakten aus dem Rathaus erhalten und sich über Google Earth informiert. „Mit dem Modell kann die Stadt in den kommenden Jahren arbeiten“, betont der 46-Jährige. „Auch mögliche Investoren können es nutzen“, ergänzt Dallmann. Die „Holzstadt“ kommt auch beim Bürgerworkshop am 23. September im Rathaus zum Einsatz. Als Hingucker und Informationsmedium wird das Modell zudem dauerhaft im Foyer des Schenefelder Rathauses gezeigt. Auch eine Präsentation während des Oktoberfestes ist geplant. Die Kosten für das Modell wurden aus den Fördermitteln von Bund und Land bezahlt. Im Rahmen des Städtebauförderprogramms erhält die Stadt 2,12 Millionen Euro. Ein Zentrum für die Stadt: Im ersten Schritt wird es aus Holz gebaut.

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