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Schenefelder Tageblatt

18. November 2017 | 04:10 Uhr

Comedy für die Spendenkasse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Benefiz 3000 Euro für die Schenefelder Tafel

von
erstellt am 28.Mai.2016 | 17:44 Uhr

175 Eintrittskarten zu je 25 Euro hatte der Vorverkauf schon an Mann oder Frau gebracht. Damit war das Juks in Schenefeld eigentlich total ausverkauft, aber irgendwie wurden auch die noch im Saal untergebracht, die spontan an die Abendkasse kamen, um mit den Pinneberger Round Tablern für einen guten Zweck zu lachen. So begann die vierte Ausgabe des „RT 27-Comedy Clubs“. Nach Abzug aller Kosten blieb genug Geld übrig, um der Schenefelder Tafel mit 3000 Euro unter die Arme zu greifen. Und auch die Jugendarbeit des Juks wurde mit einer ansehnlichen Spende bedacht.

Vier bekannte Hamburger Spaßmacher hatten die jungen Wohltäter aus der Kreisstadt für ihren Schenefelder Auftritt angeheuert. Als ersten schickte Organisator Roman Reinert (kleines Foto) den gebürtigen Ostfriesen Frank Eilers auf die Bühne. Der wollte erstmal ganz genau wissen, mit wem er es zu tun hatte, und fragte sich mit schulmeisterlicher Systematik durch die Zuschauerreihen. Sein Ergebnis trug er vor: Der jüngste Zuschauer war 13, der älteste 77 Jahre alt. Einige waren Frauen, andere „eher Männer“. Sie alle kamen aus Schenefeld oder nicht, manche sogar aus Pinneberg. Mit so viel Wissen ausgestattet legte Eilers los. Alles selbst erlebte Geschichten, versicherte er, zum Beispiel „die Sache mit dem Dildo-Club“.

Sex war bei allen Spaßvögeln des Abends ein beliebtes Thema, ebenso Peinlichkeiten wie Inkontinenz oder Durchfall. Als besonders favorisiertes Sujet donnerte sich das Furzen in den Vordergrund.

„Ich habe polnische, sizilianische und deutsche Vorfahren und ich wurde ein paar Mal von Außerirdischen vergewaltigt.“ So kam Piero Masztalerz nach eigener Darstellung zu seinem Namen und Beruf. Zwei Berufe hat er genau genommen: Comedian und Cartoon-Zeichner. Außer der Reihe stand auch Organisator Reinert mit ein paar eigenen Comedy-Nummern im Rampenlicht. Dann verhedderte er sich aber im Text und musste seine Show abbrechen. Oder war das ein geschickt inszenierter Abgangs-Gag?

Ihm folgte Thomas Schwieger aus Buxtehude. „Auf der Bühne bringe ich all das zu euch, was ich beim Friseur nicht losgeworden bin“, kündigte er an. Es war eine Menge. Nur noch Thorsten Bär mit seinen Sexpuppen fehlte. „Fußball, Sex und Alkohol – primitiv – aber mit Niveau.“ Das sind die Schlagworte, mit denen er selbst sein Programm beschreibt. Es war genau die richtige Mischung für die Fans im Saal. Auf der vorher einstudierten Applausskala kam der Comedy-Klamauk jedenfalls nahe an Orkanstärke heran.


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