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Schenefelder Tageblatt

15. Dezember 2017 | 19:01 Uhr

CDU fürchtet ein Problemviertel

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bauvorhaben am Kiebitzweg: Christdemokraten kämpfen weiter gegen Größe des Vorhabens / Investor habe massiv Druck ausgeübt

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 16:38 Uhr

Es ist ein Filetgrundstück im Herzen der Stadt – doch für die CDU entsteht am Kiebitzweg zwischen dem Einkaufszentrum und der Feuerwache Schenefelds neues Problemviertel. Die Christdemokraten lassen kein gutes Haar an der aus ihrer Sicht viel zu massiven Bebauung.

CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke lässt Zahlen sprechen, um das Ausmaß der „kopflosen Stadtplanung“ zu verdeutlichen: „Während in Schenefeld im Schnitt pro Hektar Bauland zirka 54 Einwohner leben, sollen mit den Plänen der Lukas Bau auf 0,625 Hektar 200      Einwohner leben. Das sind umgerechnet 307 Einwohner pro Hektar. Auf einem Grundstück von 9945      Quadratmetern sollen 13  000 Quadratmeter Geschossfläche entstehen. So etwas gibt es bisher in Schenefeld nicht.“ Hier werde ein nicht gepflegter Gewerbestandort umgewandelt in ein Problemgebiet. „Es wäre besser gewesen, die Probleme offen zu diskutieren, anstatt sich von einem Investor massiv unter Druck setzen zu lassen“, sagt Rüpcke.

Fakt ist: Mit ihren Bedenken konnte sich die CDU in der entscheidenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses nicht durchsetzen. Sie wollte, dass die Baupläne abgespeckt werden. SPD, Grüne, BfB und OfS segneten die Pläne des Hamburger Investors, der Lukas Bauprojekt GmbH, aber ab.

Auf dem ehemaligen Altmann-Grundstück werden 109 Wohnungen und ein Gewerbekomplex entstehen. Die Gebäude sind teilweise viergeschossig plus Staffelgeschoss. Lukas will zirka 40 Millionen Euro in das Projekt investieren (wir berichteten).

Die CDU nimmt vor allem Rot-Grün aufs Korn, kritisiert, dass diese beiden Parteien aus den Fehlern der 1990er Jahre nichts gelernt hätten. Rüpcke: „Nachdem durch die massive Bebauung am Schulzentrum Achter de Weiden zehn Jahre eine soziale Betreuung an diesem Standort erforderlich war, will Rot-Grün am Stadtzentrum noch massiver bauen.“

Die CDU sorgt sich um Schenefelds Infrastruktur. Laut Fraktionschef verfüge Schenefeld mit Abschluss des Stadtentwicklungskonzeptes 2015 jetzt über 9750        Wohneinheiten.

„Durch Änderungen in der Gesellschaft kommt es jetzt schon zu Engpässen in der Kinderbetreuung und bei den Schulen. Die Straßen sind zu eng und andere Einrichtungen befinden sich ebenfalls an der Belastungsgrenze“, warnt die CDU.

Verloren ja, aufgeben nein: Nach diesem Grundsatz will die CDU dafür kämpfen, dass der Investor seine Pläne für den Kiebitzweg ändern muss – bis zur Abstimmung in der Ratsversammlung.

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