zur Navigation springen

Schenefeld : Bustraining für behinderte Menschen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ein Kursus soll Personen mit eingeschränkter Mobilität die Angst vorm öffentlichen Nahverkehr nehmen.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Wie komme ich mit dem Rollator in den Bus? Was muss ich als Rollstuhlfahrer beachten, damit der Bus nicht an mir vorbeifährt? Für Menschen mit Handicap ist das Benutzen von Bussen häufig mit vielen Ängsten verbunden. Deshalb bietet Silke Dammann von der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) für behinderte Menschen am Donnerstag, 12. September, von 14 bis 17 Uhr zum vierten Mal ein Bustraining an.

Ein Bus der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) hält vor dem Südeingang des „Stadtzentrums“. „Wir sind als zentraler Verkehrs- und Anlaufpunkt gefragt“, sagte Center-Manager Markus Montag. Personen mit eingeschränkter Mobilität seien im „Stadtzentrum“ willkommen.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen typischen Linienverkehrsbus mit Rampe. Geübt werden die einzelnen Etappen, um sicher in den Bus hineinzugelangen. „Erster Schritt ist, den Blickkontakt mit dem Busfahrer herzustellen“, weiß Mit-Veranstalterin Friederike Pavenstedt, Leiterin der Schenefelder AG Barrierefreiheit. Ferner sei es erforderlich, dem Fahrer mit der Hand zu signalisieren, mitfahren zu wollen. Der Busfahrer klappt in einem weiteren Schritt bei Rollstuhlfahrern die Rampe aus.

Anders sieht die Situation bei auf Rollatoren angewiesenen Menschen aus. Häufig fährt der Busfahrer hier keine Rampe aus. Der Betroffene muss darauf achten, den Rollator anzukippen und ihn mit geübten Handgriffen in das Fahrzeug zu befördern. Michael Krieger vom Hamburger Verkehrsverbund (HVV) für Senioren zeigt wie es geht und bietet weitere Schulungen an. Doch auch das Aussteigen will gelernt sein. „In der Regel sollen sich die Menschen rückwärts hinausbewegen“, weiß Pavenstedt, die das Training gemeinsam mit den VHH und der LAG veranstaltet. Weitere Themen sind Sicherheit und das Benutzen von Fahrkartenautomaten. Menschen mit Handicaps können sich für weitere U- und S-Bahntrainingsangebote eintragen. „An das U-Bahn-Fahren habe ich mich bislang noch nicht herangetraut“, gesteht die MS-Betroffene Pavenstedt. Für eine solche Schulung möchte sie sich am Aktionstag eintragen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen