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Flüchtlingsbeauftragte : Büsching und Schenefeld: Das passt

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die 32-Jährige ist seit Dezember 2015 für Schenefeld im Einsatz. Sie übernimmt die Koordinatorin der ehrenamtlichen Arbeit.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Diese Termine sind für sie gesetzt: Montags und mittwochs geht Stefanie Büsching vom Rathaus am Holstenplatz rüber zum Juks, ins Willkommenscafé. Die Teestube im ersten Stock ist zum festen Treffpunkt der in Schenefeld lebenden Flüchtlinge geworden. Hier lernen sie Deutsch. Hier sind sie mit ihren Sorgen, Ängsten und Nöten nicht allein. Hier wird ihnen geholfen – auch von Büsching. Die 32-Jährige ist seit 1. Dezember 2015 als Flüchtlingsbeauftragte in Schenefeld tätig – angesichts der Flüchtlingszahlen im vergangenen Jahr ein Fulltimejob.

Sprache als Schlüssel zur Integration: Laut Bürgermeisterin Christiane Küchenhof kooperieren die Schenefelder und die Halstenbeker Volkshochschulen bei den Sprachkursen für Flüchtlinge inzwischen. Das erste Angebot mit 25 Teilnehmern  ist gestartet. Küchenhof: „Wir wollen so schnell wie möglich einen zweiten Kurs anbieten.“ In  Schenefeld  sind 110 Flüchtlinge in Sprachkursen. Es gibt ein   Angebot speziell für Frauen. Deutsch gelernt wird nicht nur im Rathaus, sondern auch bei den Kirchen und im Willkommenscafé im Juks.

Büsching und Schenefeld: Das passt. „Ich fühle mich wohl, habe Spaß an der vielfältigen Arbeit“, sagt Büsching. Sie hat Sozial- und Migrationswissenschaften studiert, war zuletzt in Bremen bei einem Träger in der Behindertenarbeit angestellt und hatte auch in dieser Position schon mit Flüchtlingen gearbeitet. Dann stieß sie auf die Stellenanzeige aus Schenefeld.

„Für uns hat sich Frau Büsching als Glücksgriff erwiesen“, betont Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Die Flüchtlingsbeauftragte sei erste Ansprechpartnerin für die Menschen, die in Schenefeld ein neues Zuhause fänden. „Sie hat ein Netzwerk der ehrenamtlichen Arbeit in der Stadt aufgebaut, bei ihr laufen alle Fäden zusammen“, betont die Bürgermeisterin. Das Ehrenamt in Schenefeld: In diesem Punkt wurde die Neue im Rathaus überrascht – positiv. „Es ist bewundernswert, wie viele Menschen sich aktiv engagieren.“ Sie schaut immer, wo noch ein Hilfsangebot fehlen könnte.

Büsching wohnt in Hamburg, kommt mit dem Fahrrad zur Arbeit. Sie nimmt die Flüchtlinge in ihrem Büro im Erdgeschoss in Empfang. Afghanistan, Iran, Irak, Syrien: Sie unterstützt die Menschen bei ihren ersten Schritten in der fremden Welt. Wenn kein Übersetzer zur Verfügung steht und das Übersetzungsprogramm im Internet nicht weiter hilft, dann kommuniziert sie mit Händen und Füßen. Büsching wird respektiert – auch von den Männern, die beispielsweise in der Unterkunft im alten Postgebäude leben. Sie hat positive Erfahrungen gemacht. „Flüchtlinge, die inzwischen eine Aufenthaltserlaubnis bekommen haben und auf Wohnungssuche gehen, wollen fast alle in Schenefeld bleiben.“ Ein schönes Feedback für die Flüchtlingsbeauftragte. Die Zahl der Flüchtlinge ist auch in Schenefeld deutlich rückläufig. Vergangene Woche gab es keine Zuweisung vom Kreis. So kann sich Büsching gemeinsam mit den Ehrenamtlichen noch intensiver um die Menschen kümmern, die schon da sind.

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