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Stadtkern Schenefeld : Bürgerzentrum bis 2020 realisierbar

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der grobe Zeitplan steht. Die Verkehrsuntersuchungen beginnen. Das Bürgerbüro wird wahrscheinlich abgerissen.

Schenefeld | Ein neuer Stadtkern für Schenefeld: Das Untersuchungsgebiet wird jetzt noch einmal erweitert. Der Stadtentwicklungsausschuss hat auf Empfehlung der Planer beschlossen, das Untersuchungsgebiet auszudehnen. Ein Abschnitt des Düpenaugrünzugs, eine städtische Fläche am Kiebitzweg sowie ein Grundstück zwischen der Alten Landstraße und Opm Blockhorn kommen hinzu. Damit steht fest, dass die Ratsversammlung nicht – wie geplant – im Juni, sondern erst im September den nötigen Beschluss fassen kann, um dann Ende des Jahres eine Sanierungssatzung für das Gebiet zu erlassen.

Doch der Zeitverlust ist laut Stadtplaner Ulf Dallmann nicht entscheidend für das Millionen-Projekt. „Wichtige Untersuchungen, wie beispielsweise in puncto Verkehr, können und müssen jetzt schon erfolgen.“ Unter anderem soll geklärt werden, ob für die LSE eine Troglösung möglich und finanzierbar wäre oder für Schenefelds vierspurige „Autobahn“ eine andere Lösung gefunden werden kann, um sie als Trennlinie zwischen Norden und Süden städteplanerisch zu entschärfen. Planer Frank Schlegelmilch hatte den Abriss der Luninez-Brücke vorgeschlagen. Doch dafür benötigt die Stadt die Zustimmung des Landesbetriebs Verkehr.

Dallmann hat inzwischen einen groben Zeitplan für das Gesamtprojekt entworfen. „Das Bürgerzentrum könnte im Jahr 2020 fertig sein. Aber wirklich nur, wenn alles wie geplant funktioniert.“ Das Bürgerzentrum als neues, pulsierendes Herz der City. Stadtbücherei, Bürgerbüro, Volkshochschule, Sozialberatung und die Schulpsychologin sollen hier eine neue Heimat finden.

Das Bürgerbüro am Holstenplatz: An diesem Standort soll das neue Bürgerzentrum entstehen.
Das Bürgerbüro am Holstenplatz: An diesem Standort soll das neue Bürgerzentrum entstehen. Foto: Brameshuher
 

Der Standort steht fest. Am Holstenplatz in Richtung LSE soll es hochgezogen werden. Dallmann geht grob geschätzt von Kosten in Höhe von fünf bis acht Millionen Euro aus. Noch ist die Stadt nicht im Besitz aller Grundstücke, die sie im Bereich des Holstenplatzes für die Stadtkernentwicklung nutzen möchte. Verhandlungen laufen beidseits der LSE bereits. Das Bürgerzentrum ließe sich aber voraussichtlich auch ohne Erwerb von Privatgrundstücken umsetzen.

Schenefelds Zukunftsprojekt wird inzwischen von allen politischen Parteien getragen. Durch die Aufnahme ins Städtebauförderprogramm übernehmen Bund und Land bis zu zwei Drittel der Kosten. Den Rest muss Schenefeld stemmen. Bisher wurden Schenefeld 2,1 Millionen Euro an Fördermitteln zugesagt.

Die Stadt ohne Zentrum: Eine der großen Herausforderungen für den Stadtplaner Ulf Dallmann.
Die Stadt ohne Zentrum: Eine der großen Herausforderungen für den Stadtplaner Ulf Dallmann. Foto: PT
 

Laut Dallmann wird es für das Sanierungsgebiet einen städtebaulichen Wettbewerb geben – wahrscheinlich im kommenden Jahr. Wie das künftige Bürgerzentrum aussehen soll, könnte dann 2018 ein hochbaulicher Wettbewerb ergeben. Den Sieger wird eine Jury küren.

2017 könnten dann langsam auch schon die ersten sichtbaren Veränderungen südlich der LSE zu erkennen sein. Das Bürgerbüro wird umziehen müssen, das Gebäude würde abgerissen. Denn das städtische Grundstück wird für das Bürgerzentrum benötigt. Abgerissen würden auch das Stadtbücherei-Gebäude für die Neuerschließung des Timmermannswegs und wahrscheinlich auch die Sozialberatung am Osterbrooksweg. Laut Dallmann wird es für die betroffenen städtischen Dienstleistungen Interimslösungen geben. Schenefelds neuer Kern: Auf die Stadt kommt in den kommenden Monaten ein Berg von Arbeit zu.

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erstellt am 17.Jun.2016 | 14:00 Uhr

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