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„Leuchtturmprojekt für die Stadt“ : Bürgermeisterin Küchenhof und ihr Team über die Entwicklung Schenefelds

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Im Interview sprechen Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Andreas Bothing (Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Umwelt), Ulf Dallmann (Fachdienstleiter Planen und Umwelt) und Helge Feber (Fachdienstleiter Bauen) über die Baustellen, die abgearbeitet werden.

Schenfeld | Neuer Stadtkern, etliche Umbauarbeiten am Schulzentrum, dazu kurzfristige Sanierungen an allen Schulen sowie in mehreren Straßen – in Schenefeld wird aktuell und in den kommenden Jahren viel bewegt. Im Interview sprechen Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Andreas Bothing (Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Umwelt), Ulf Dallmann (Fachdienstleiter Planen und Umwelt) und Helge Feber (Fachdienstleiter Bauen) über die Baustellen, die abgearbeitet werden.

Was sind die wichtigsten Projekte, die aktuell anstehen?
Andreas Bothing:
Aktuell stehen die Projekte im Fokus, die wir während der Schulferien umsetzen. Im Vordergrund stehen die vom Rat beschlossenen Klassenraum-Sanierungen. Diese haben im vergangenen Jahr begonnen und werden nun fortgesetzt. Gearbeitet wird in allen vier Schenefelder Schulen. Der Bodenbelag wird ausgewechselt, die akustischen Verhältnisse in den Räumen werden verbessert, die Beleuchtung erneuert, es kommen interaktive Tafeln in jeden Klassenraum, die technische Ausstattung wird verbessert – es ist einiges zu tun. Wir gehen davon aus, dass die Sanierungen spätestens im übernächsten Jahr abgeschlossen und dann alle Schulen auf einem technischen Stand sind, der auf Jahre hinaus die Voraussetzungen für einen guten Unterricht sicherstellt.

Was ist in den Schulen noch zu tun?
Bothing:
Die Erweiterung der Gorch-Fock-Schule um eine Mensa und Bewegungsräume beginnt noch in diesem Jahr. In der Grundschule Altgemeinde werden Mensa und Bewegungsräume umgebaut. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beendet werden. Damit Platz für die Betreuung von Grundschulkindern an der Grundschule Altgemeinde ist, musste die Volkshochschule von der Blankeneser Chaussee an den Osterbrooksweg umziehen.
Helge Feber: In der Grundschule Altgemeinde ist auch noch die Erneuerung des Galeriegeländers im Aula-Bereich geplant. Dazu wird ein Fahrstuhl eingebaut, damit die Grundschule barrierefrei zugänglich ist. In den Treppenhäusern sowie im Pausenhallen-Bereich des Gymnasiums sowie in den Treppenhäusern der Gemeinschaftsschule werden die Geländer instand gesetzt.

Die Zukunft des Schulzentrums sorgte in den vergangenen Monaten für einige Diskussionen. Wie geht es dort weiter?
Bothing
: Es gibt den politischen Willen, das Schulzentrum insgesamt zu sanieren. Das beinhaltet eine energetische Optimierung und die Prüfung sowie Verbesserung der Bausubstanz. Zudem diskutiert die Politik über eine Veränderung der Raumstruktur, um veränderten pädagogischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Entsprechende Konzepte haben Gymnasium und Gemeinschaftsschule bereits erstellt. Zudem ist ein Architektenwettbewerb angedacht, um die verschiedenen Arbeiten von der Erneuerung des Daches bis zur Verbesserung der Akustik in der Pausenhalle zu einem Sanierungskonzept zusammenzufassen. Zentraler Punkt des Schulzentrums soll eine Mensa werden. Voraussichtlich sind zwei oder drei Bauabschnitte erforderlich, um alle Pläne umzusetzen. In diesem Jahr sollen die Weichen für die Arbeiten in den kommenden beiden Jahren gestellt werden.

Was steht in den Kindertagesstätten an?
Feber:
Die Hortaufstockung im Wurmkamp ist abgeschlossen. So konnten bereits im März 2017 eine Elementar- und eine Hortgruppe die Räumlichkeiten beziehen. Die Kosten dafür betrugen rund 670.000 Euro. Mitte Juni dieses Jahres haben wir in der Awo-Kita an der Lindenallee mit einem Neubau für zwei Krippengruppen begonnen. Anfang 2018 soll die Maßnahme abgeschlossen werden. Die Kosten liegen derzeit bei rund 690.000 Euro.

Blau-Weiß 96 will das Untergeschoss im Schul- und Sportzentrum Achter de Weiden übernehmen und dieses unter anderem wieder für den Sport nutzbar machen und einen Festsaal sowie ein Bistro vorhalten. Ist eine Umsetzung des Vorhabens realistisch?
Christiane Küchenhof:
Die Stadt ist momentan in der Warteschleife, weil Blau-Weiß 96 derzeit mit Finanzierung und Wirtschaftlichkeitsberechnungen beschäftigt ist. Die Ergebnisse werden der Politik vorgelegt und die entscheidet, ob die Stadt diesem Modell zustimmen kann.

Wie ist Ihre persönliche Einschätzung?
Küchenhof:
Die Pläne von Blau-Weiß sind sehr ambitioniert, haben aber durchaus ihren Reiz. Ich würde mich freuen, wenn im Untergeschoss endlich etwas passiert. Wenn die Vorstellungen von Blau-Weiß umgesetzt werden können, ist das sicherlich eine gute Lösung. Ein vernünftiges Restaurant mit einem zuverlässigen Gastronomiebetreiber wäre aber ebenfalls eine gute Sache. Ich erwarte die Entscheidung nach der Sommerpause.

Was wird für die Straßen getan?
Feber:
Es ist angedacht, dieses Jahr mit der Sanierung des Möwenrings zu beginnen. Geplant ist unter anderem eine Umgestaltung der Fahrbahn. Derzeit haben wir dort eine asphaltierte Einbahnstraße. Durch den Umbau soll ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen. Außerdem ist eine Erneuerung beziehungsweise Instandsetzung der Schmutz- und Regenwasserkanalisation vorgesehen. Im Osterbrooksweg hat bereits die Sanierung des Geh- und Radwegs begonnen. Etwa die Hälfte der Maßnahme ist bereits erledigt. Zudem wird ein Teilstück in der Lornsenstraße, zwischen Kreisel Parkgrund und Einmündungsbereich Schulstraße, sowie von der Hauptstraße bis zur Straße Im Winkel ein Teilstück der Blankeneser Chaussee saniert. Eine größere Maßnahme ist zudem die Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Der Umstieg auf LED-Leuchten wurde bereits vor einigen Jahren begonnen und soll möglichst 2017 fortgesetzt werden. Wir warten allerdings noch auf die Zusage über die Bewilligung von Fördermitteln. Insgesamt investieren wir in Beleuchtung und Straßensanierung in diesem Jahr rund 500.000 Euro.

Was wird für den Sport getan?
Bothing:
Demnächst beginnt der Bau eines Kunstrasenplatzes. Derzeit läuft die Ausschreibung. Der Umbau soll in den Sommerferien starten. Das bedeutet, dass der Naturrasen entfernt und durch einen Kunstrasen ersetzt wird. Dazu wird die Flutlichtanlage erneuert. Ich gehe davon aus, dass im Oktober ein neues Stadion an Blau-Weiß 96 und die Schulen übergeben werden kann.

Die Stadt will einen neuen Ortskern. Was bedeutet das für Schenefeld?
Ulf Dallmann:
Wir wollen eine räumliche Mitte schaffen. Wir haben zwar das Rathaus und das Einkaufszentrum. In den Köpfen der Menschen wird aber trotz allem zwischen den Bereichen Siedlung und Dorf unterschieden. Ziel des Projektes ist es, diese Trennung aufzuheben und einen Treffpunkt für alle Schenefelder zu schaffen. Wie dieser aussieht, wird ein städtebaulicher Wettbewerb entscheiden.

Wie stellen Sie sich das neue Zentrum vor, Frau Küchenhof?
Küchenhof:
Das Herz des Ortskerns soll das neue Bürgerzentrum werden, in dem alle städtischen Dienstleistungen zusammengefasst werden. Das ist ein großer Gewinn für die Bevölkerung. Ich freue mich, dass das Interesse der Menschen an dem Projekt so groß ist. Bürger, Politik, Vereine – alle stehen dahinter. Ich hoffe, dass das so bleibt und sich möglichst viele bei den Planungen einbringen. Die Entwicklung des Stadtkerns ist ein Leuchtturmprojekt. Insgesamt wird uns dieses Vorhaben vermutlich zehn bis 15 Jahre beschäftigen.

Ist das Vorhaben finanziell überhaupt zu stemmen?
Küchenhof: Dabei helfen uns die Fördermittel von Bund und Land. Die Zuschüsse bieten uns eine einmalige Chance. Wir müssen natürlich auch selbst investieren. Die Stadt steht aber finanziell zum Glück relativ gut da und kann das Vorhaben nach jetzigem Stand stemmen.

Worauf ist bei der Planung zu achten?
Dallmann: Wir müssen berücksichtigen, dass das Land die Fahrbahn der Blankeneser Chaussee erneuert. Im Westteil ist die Maßnahme bereits abgeschlossen. In den kommenden beiden Jahren ist der Ostteil an der Reihe – also alles von der Luninez-Brücke bis zur Stadt Hamburg. Wir haben bis zum Jahresende die Chance, unsere Wünsche für den Umbau des Ostabschnitts einzubringen. Die Straße ist momentan ein trennendes Element in Schenefeld. Unser Ziel ist, eine Möglichkeit zu finden, die beiden Stadtkernteile miteinander zu verbinden. Das geht aber nur gemeinsam mit dem Land.

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erstellt am 18.Jul.2017 | 10:00 Uhr

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