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Stadtkern, Schulen, Superwahljahr : Bürgermeisterin Christiane Küchenhof über das neue Jahr 2017

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ausblick: Bürgermeisterin Christiane Küchenhof stellt die größten Projekte für das neue Jahr vor. Wettbewerb der Architekten startet.

Schenefeld | Was erwartet Schenefeld im Jahr 2017? Auch Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) kann die Zukunft zwar nicht vorhersagen. Im Gespräch mit unserer Zeitung verrät sie aber die großen Projekte und Herausforderungen für die Düpenaustadt.

„Das wird ein sehr spannendes Jahr für Schenefeld“, ist sich die Rathaus-Chefin sicher. Besonders beim Stadtkern soll es mit Volldampf vorangehen. Nachdem die Sanierungssatzung verabschiedet wurde, steht nun der Architektenwettbewerb an. Europaweit können Vorschläge eingereicht werden, wie der neue Stadtkern zwischen „Stadtzentrum“ und Rathaus aussehen soll. Später folgt der hochbauliche Wettbewerb mit den genauen Baumaßnahmen. „Ich freue mich auf schöne Ideen“, sagt Küchenhof. Außenstehende Architekten könnten die Planungen völlig anders angehen, so dass einige Überraschungen dabei rumkommen könnten, glaubt sie. Im Herbst/Winter ist mit Ergebnissen zu rechnen. Die besten Ideen werden im Rathaus ausgestellt. Klar ist nur, dass es ein Bürgerzentrum geben soll.

Zudem steht das Superwahljahr an. Nicht nur der Bundestag und der Landtag werden gewählt – auch das Amt des Bürgermeisters steht zur Disposition. Ob sich außer Küchenhof noch weitere Bewerber finden werden, wusste die Rathaus-Chefin nicht. Der Wahltag wird entweder auf den 17. oder den 24. September fallen. Gerüchten, sie wolle Landespolitik in Kiel machen und der Düpenaustadt den Rücken kehren, widerspricht Küchenhof. „Ich fühle mich wohl hier. Mir liegt die Stadt sehr am Herzen. Und mir gefällt die Perspektive, hier noch etwas zu bewegen.“ Es wäre die dritte Amtszeit der 49-Jährigen. Zudem wird sie als Delegierte im Februar zur Wahl des Bundespräsidenten reisen. Auf die Ehre, Wahlfrau zu sein, freut sie sich besonders.

Ein weiteres Projekt für das kommende Jahr sind die Mensen für die Grundschulen. An der Gorch-Fock-Schule wird es einen Anbau geben. Dafür sind zwei Millionen Euro eingeplant. Bei der Grundschule Altgemeinde wird die Mensa in den vorhandenen Bau integriert. Geplant sind Kosten in Höhe von einer Million Euro. In den Summen sind auch weitere Bewegungsräume inbegriffen. „Ziel ist, bis Ende des Jahres damit fertig zu sein“, sagt Küchenhof.

Auch der Kunstrasenplatz am Stadion Achter de Weiden soll bis zum Sommer/Herbstanfang gebaut werden. Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich auf zirka 970.000 Euro. Laut Blau-Weiß-Geschäftsführer Frank Böhrens könnten Zuschüsse in Höhe von 270.000 Euro fließen. Derzeit wird ein Lärmschutzgutachten erstellt. Bauherr ist der Verein Blau-Weiß.

Küchenhof hofft zudem, dass eine Lösung für das Untergeschoss der Sporthalle gefunden wird. Das ehemalige Sportrestaurant ist seit einem Wasserschaden im Frühjahr stillgelegt und nicht mehr für Gruppen nutzbar. „Wir brauchen den Festsaal dringend“, so Küchenhof. Deshalb setzt sie auf eine zeitnahe Lösung, die im Finanzausschuss erörtert werden soll. Zunächst stand das Untergeschoss in der Diskussion als Mensa-Standort. Sowohl die Gemeinschaftsschule als auch das Gymnasium hatten sich aber dagegen ausgesprochen. Die Mensa soll lieber direkt in der Schule sein. Küchenhof glaubt nicht, dass sich die Politik gegen den Willen der Schulen richtet. Sie könnte sich vorstellen, dort wieder ein gastronomisches Angebot zu schaffen, beispielsweise ein griechisches Restaurant. Es gebe auch Interesse seitens Blau-Weiß, ein Vereinsheim zu betreiben. Wichtig sei bei einer gastronomischen Nutzung, mit der Schule zu kooperieren, zum Beispiel bei Veranstaltungen oder Elternabenden.

Auch die Klassenraumsanierung soll 2017 weiter vorangehen: An der Grundschule Altgemeinde sind in den Ferien vier Räume für 80.000 Euro dran. An der Gorch-Fock-Schule sind es ebenfalls vier Räume. Die Kosten liegen bei 64.000 Euro, weil dort keine Akustikdecken eingebaut werden müssen. Drei Räume an der Gemeinschaftsschule werden für 135.000 Euro saniert. Das Gymnasium ist mit sieben Räumen für 216.000 Euro dran.

Für das Gymnasium erhoffen sich Küchenhof sowie alle Beteiligten eine schnelle Besetzung der Schulleiterstelle. „Es ist Zeit, diese Baustelle endlich zu schließen.“ Es laufe zwar auch jetzt gut, aber das Team sei eben nicht komplett.m Küchenhof wünscht sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Politik weiter so gut funktioniert. Zum zweiten Mal in Folge sei es gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Trotz heftiger Diskussionen sei es möglich gewesen, gemeinsam etwas für die Stadt zu bewegen.

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erstellt am 23.Dez.2016 | 15:30 Uhr

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