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Schenefeld : Bühnenpremiere: Vom Kleinbürger zum Auftragskiller

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Im Forum in Schenefeld steht beim „Pantoffel-Panther“ unter anderem TV-Star Jochen Busse auf der Bühne.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 16:08 Uhr

Schenefeld | Auch in der neuen Spielzeit präsentiert das Juks Schenefeld mit drei Stücken die Münchner Komödie im Bayrischen Hof im Forum Schenefeld. Den Anfang macht am Freitag, 27. Oktober, die Komödie „Der Pantoffel-Panther“. Beginn ist um 20 Uhr im Forum, Achter de Weiden.

Auf der Bühne werden unter anderen Jochen Busse, Billie Zöckler, Andreas Windhuis und Marko Pustišek stehen. Die Komödie stammt aus der Feder von Lars Albaum und Dietmar Jacobs.

Mit Busse und Zöckler in den Hauptrollen stehen zwei Publikumslieblinge auf der Bühne des Forums. Busse ist Moderator („7 Tage, 7 Köpfe“), Seriendarsteller („Das Amt“), Comedian („Samstag Nacht“), Kabarettist („Inventur mit Henning Venske“). Das Theater schätzt ihn mittlerweile nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur. Diesmal spielt er einen Kleinbürger, der sich mit einem Mafiosi auseinandersetzen muss.

Dubioses Anlagemodell

Zöckler spielte in der Serie „Alle meine Töchter“ mit, war in der Serie „Lehrer Specht“, in „Liebling Kreuzberg“ und in „Geliebte Gegner“ zu sehen. Weitere Filme waren „Agathe kann‘s nicht lassen“ und „Wicki und die starken Männer“. In den letzten zehn Jahren hat Zöckler verstärkt Theater gespielt.

„Der Pantoffel-Panther“ ist eine klassische Boulevard-Komödie. Inhaltlich geht es um die finanziellen Schwierigkeiten von Hasso Krause (Jochen Busse). Denn er hat ein Problem: Seine kleine Firma für Import und Vertrieb edler Delaponte-Lederpantoffeln ist vor Jahren pleite gegangen, und Hasso hat sein ganzes Geld inklusive der Alterssicherung verloren. Um sich zu sanieren, hat er sich von der Bank dubiose Anlagemodelle aufschwatzen lassen, die ihn endgültig ruinierten – kurz gesagt: Er hat mehr Schulden als Griechenland.

Seine reizende Gattin Röschen (Billie Zöckler) weiß davon nichts, denn aus Scham gibt Hasso ihr gegenüber seit Jahren vor, weiterhin arbeiten zu gehen und viel Geld zu verdienen. Und Röschen – voller Vorfreude auf ein gemeinsames Alter im Luxus – shoppt sich durch die Boutiquen und Feinkostläden, plant kostspielige Kreuzfahrten und bereitet eine aufwendige Renovierung der Wohnung vor.

Dabei hält sich ihr Mann in Wirklichkeit mit Minijobs der eher skurrilen Art über Wasser, momentan macht er für drei Euro die Stunde im knallgelben Hühnerkostüm Werbung für einen Hähnchengrill. Gäbe es da nicht seinen gutmütigen, aber neurotischen Freund und Nachbarn Rüdiger, der ihn immer wieder unterstützt, der finanzielle Supergau wäre längst eingetreten.

Mafioso irrt sich in der Tür

In dieser Situation taucht Luigi auf, ein waschechter Italiener und Mafioso, der sich in der Tür geirrt hat und Hasso für den „Panther“ hält, den legendären Auftragskiller. Luigi überbringt Hasso Grüße von der „Familie“, einen Koffer voller Geld und einen Mordauftrag. Mit diesen zwei Millionen Euro wäre Hasso auf einen Schlag all seine Sorgen los – also nimmt er an. Und das Chaos nimmt unaufhaltsam seinen Lauf...

Die Autoren Albaum und Jacobs („Einmal nicht aufgepasst“, „Das andalusische Mirakel“) und Regisseur Horst Johanning wissen laut Veranstalter genau, wie Jochen Busse seine typische Komik am besten einsetzen kann: Wieder spielt er einen überforderten Kleinbürger, der alles richtig machen will und sich immer weiter verheddert. Die Mischung aus Kabarett und Boulevardtheater funktioniere perfekt, Busse sei mit seiner Rolle voll in seinem Element.

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