Bora siegt beim Comedy-Preis

Das Publikum im Stadtzentrum wählte Bora zum Gewinner.  Fotos: Frauke Heiderhoff
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Das Publikum im Stadtzentrum wählte Bora zum Gewinner. Fotos: Frauke Heiderhoff

150 Besucher trainieren Lachmuskeln im Stadtzentrum / 2000 Euro für guten Zweck eingespielt

shz.de von
11. Juni 2018, 16:00 Uhr

Vier Comedians haben das große Finale des zweiten Schenefelder Comedy Preises am Freitag mit viel Herzblut ausgefochten. 150 Gäste erlebten das Event mit vier Comedians im Stadtzentrum. Die Sieger der vier Vorentscheide in der Brasserie Lustis 53,6 präsentierten sich mit abwechslungsreichen Beiträgen und erfreuten das Publikum trotz Temperaturen von 30 Grad.

Es gelang, insgesamt 2000 Euro für einen guten Zweck einzuspielen. 850 Euro gehen an das Juks. Die Mitarbeiter verwenden den Betrag, damit fünf Kinder an der Nordsee-Ferienfreizeit teilnehmen können. Der Rest des Betrages kommt den Schenefelder Senioren zugute, um ihnen eine schöne Adventsfeier zu bescheren.

Das Publikum zollte Veranstalter Roman Reinert, den Comedians sowie Sponsoren für das, die Lachmuskeln strapazierende, Event reichlich Applaus. Der aus Velbert stammende Schauspieler und Comedian Bora ging aus dem Jahresfinale als Sieger hervor. Mit Herz berichtete er von seinem Leben als Single. Er arbeitete zudem humorvoll unterschiedliche Temperamente von Deutschen und Türken heraus.

Der Sieger zeigte sich bei der Preisverleihung dankbar und schüttelte Roman Reinert sowie seinen Comedian-Kollegen die Hände. „Am Ende des Tages ist es egal, wer gewonnen hat. Denn morgen sieht die Welt schon ganz anders aus“, sagte Bora. Vorjahressieger Bastian Block übergab Bora dann auch den Pokal.


Geschichten aus dem eigenen Leben

Doch die weiteren Comedians hatten sich ebenfalls mit Leidenschaft in das Finale eingebracht. Sie präsentierten zahlreiche Schwänke aus dem eigenen Leben. Der aus der alternativen Comedy-Szene stammende Thomas Kornmaier demonstrierte schwarzem Humor. Er berichtete von seinem Leben als Metzgersohn im Dorf. Auch das Thema Religion klammerte er nicht aus, sprach vom Weltfrieden und Toleranz zwischen Christen und Anhängern des Islam.

Wie Bora stand Thomas Kornmaier auf seinem Weg nach Schenefeld im Stau. Roman Reinert hatte vor dem Finale erst einmal gezittert, ob die zwei Comedians dabei sein konnten. Mit trockenem Witz unterhielt der Hamburger Martin Niemeyer sein Publikum. Er amüsierte mit kleinen Anekdoten aus seinem Spießerleben. Niemeyer kam zudem auf die leidige Pflege von Haustieren und die Kuscheltier-Plage im Kinderzimmer zu sprechen. Comedian Jörg Schumacher agierte gut gelaunt und originell. Er kommentierte Inzucht-Vorfälle auf dem Land und schilderte Schwänke aus seinem Leben in Winterhude.

Roman Reinert, Comedians und Sponsoren zeigten sich nach dem Event zufrieden. „Es ist toll, dass trotz der schwülen Temperaturen so viele Zuschauer gekommen sind“, sagte Reinert. Jörg Wilcke vom Juks lobte das unterhaltsame und vergnügliche Event. Es sei toll, dass Roman Reinert eine solche Veranstaltung für einen guten Zweck ermögliche. Mit einer After-Show-Party im Lustis endete das Finale.

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