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Teure Fotos in Schenefeld : Blitzer bricht alle Rekorde

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Vorm "Stadtzentrum" wird weiter gerast: Im Schnitt verliert auf der Altonaer Chaussee jeden Tag ein Fahrer seinen Führerschein.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Wer in den vergangenen zwölf Monaten im Kreis Pinneberg seinen Führerschein wegen Tempoverstößen abgeben musste, der war mit allergrößter Wahrscheinlichkeit in Schenefeld auf der Altonaer Chaussee unterwegs. 567 Führerscheine kassierte die Verkehrsbehörde in diesem Zeitraum kreisweit ein – für 492 Fahrverbote waren die beiden Blitzer vor dem „Stadtzentrum“ in Schenefeld verantwortlich.

Am 19. September 2012 wurden die beiden Überwachungsanlagen mit neuester Lasertechnik innerhalb der Stadtgrenzen scharf gestellt. Schenefelds Blitzer sprengen seitdem alle Rekorde (siehe Grafik). 5163 Bußgelder wurden verhängt. Fast 500 000 Euro mussten die Raser an Strafen zahlen. Zum Vergleich: In Rellingen, Bilsen, Heede, Borstel-Hohenraden, Heidgraben und Bokholt-Hanredder stehen Starenkästen. Insgesamt wurden an allen diesen Standorten im vergangenen Jahr zusammen nur 1481 Bußgeldverfahren eingeleitet.

„Die weiter sehr hohe Zahl an Verstößen zeigt, dass wir mit Schenefeld genau den richtigen Standort gewählt haben“, betont Dörte Koppelmann, Leiterin der Bußgeldstelle beim Kreis Pinneberg. Die 41-Jährige sieht aber zumindest einen kleinen Lichtstreif am Horizont. Die Zahl der verhängten Bußgelder geht zurück. Wurden in den ersten drei Monaten zwischen 700 und 900 Temposünder geblitzt, die mit mehr als 70 Stundenkilometern vor allem stadtauswärts in Richtung Pinneberg ertappt wurden, waren es in den vergangenen neun Monaten im Schnitt 299 Raser, die geblitzt wurden. „Wir sind zufrieden, dass die Zahl der Verstöße zurückgeht, aber das Niveau ist immer noch zu hoch“, sagt Koppelmann – vor allem das Geschwindigkeitsniveau. Auf der LSE, direkt vor dem „Stadtzentrum“, wird auf Teufel komm raus gerast. 2013 wurden 13 Autofahrer erwischt, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 60 Stundenkilometer überschritten haben. Der bisherige Rekordhalter 2013 „bretterte“ mit Tempo 131 durch die Stadt. Laut Koppelmann sollen die Blitzer bald auch Rotlichtsünder überführen. Die entsprechende Technik könne einfach nachgerüstet werden.

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