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Jahreshauptversammlung in Schenefeld : Blau-Weiß hofft auf Kunstrasen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Finanzlage des Vereins ist gut. Es gibt einen Bedarf an einer weiteren Sporthalle sowie ein Interesse am Sportrestaurant.

Schenefeld | „Wir sind ein kerngesunder Verein“, sagte Carsten Schmidt, stellvertretender Vorsitzender der Spielvereinigung Blau-Weiß Schenefeld 96, auf der Delegiertenversammlung. Er präsentierte den Mitgliedern einen positiven Finanzbericht. Die Rücklagen wurden um mehr als 24.500 Euro auf über 200.000 Euro gesteigert. „Die Zahlen sind gut ausgefallen. Das ist in der heutigen Zeit bei Sportvereinen nicht immer so“, sagte Schmidt und macht klar: „Wir sind nicht darauf angewiesen, dass uns Banken Geld auf den Hof schieben.“

Allerdings dürften die Rücklagen deutlich schrumpfen, wenn die Sportstättenentwicklungsplanung umgesetzt wird. Kernpunkt: „Die Umwandlung des Rasenplatzes Achter de Weiden in einen Kunstrasenplatz wäre eine Verbesserung für die Sportler“, sagte Blau-Weiß-Geschäftsführer Frank Böhrens. Das Entwicklungskonzept stehe seit Jahren auf der Tagesordnung, aber nun komme Bewegung in die Umsetzung. „Kommende Woche haben wir einen Termin mit der Verwaltung. Da werden wir die Kosten des Umbaus vorstellen“, sagte Böhrens. Konkret wollte er sich zur Höhe nicht äußern: „Zum jetzigen Zeitpunkt wäre das kontraproduktiv. Noch fehlen uns auch Angebote des Architekten“, sagte Böhrens. Es sei noch nicht klar, ob die gewünschten Flutlichtmasten und zwölf bis 16 Tore plus Lagermöglichkeiten mit eingeplant werden.

Über Fördermittel des Kreis- und Landessportbunds könnten bis zu 30 Prozent der Summe gedeckt werden. Den 3. Mai hat er sich rot im Kalender notiert. Dann soll das Thema im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur diskutiert werden. „Dieser wird hoffentlich unserem Bedarf zustimmen“, sagte Böhrens. Sollte dies geschehen, soll eine außerordentliche nicht-öffentliche Delegiertenversammlung die Investition genehmigen.

Geehrt: Marion Hahn absolvierte 2015 zweimal den „Iron Man“.
Geehrt: Marion Hahn absolvierte 2015 zweimal den „Iron Man“. Foto: Fröhlig

Doch der Kunstrasen ist nicht alles, was Böhrens bewegt: „Der Bedarf an einer Sporthalle ist groß. Vielleicht noch wichtiger zu erfüllen als der Kunstrasenplatz. Einige Sparten könnten nur einmal pro Woche trainieren. „So ist Wettkampfsport nicht möglich“, sagte der Geschäftsführer. Allerdings sei ihm bewusst, dass es in Schenefeld schwer sei, Flächen zu finden.

Zusammen mit der Verwaltung werde die Überbauung der Halle an der Blankeneser Chaussee und eine Erweiterung am Gorch-Fock-Platz geprüft. Auch in die Diskussionen um das geschlossene Sportrestaurant kommt Bewegung. „Wir können uns vorstellen, die Räumlichkeiten zu betreiben“, sagte Böhrens, schränkte aber ein: „Allerdings nicht so wie sie jetzt aussehen.“ Neben Bewegungsräumen könnte auf der Fläche ein sozialer Treffpunkt für die Vereinsmitglieder entstehen.

Im Rahmen der Versammlung verlieh die Vorsitzende Marga Gätjens die Sonderehrung des Vereins an den Sportjournalisten Günther Wilke aus Wedel. „Es ist überfällig, dass wir Sie auszeichnen“, sagte Gätjens. Der 86-jährige Wedeler hatte die Chronik zum 100-jährigen Bestehen des Vereins verfasst. „Sie sind wohl der älteste aktive Sportjournalist in unserer Region, und wir hoffen, dass wir noch viel von ihnen lesen“, sagte Gätjens. „Ich werde weitermachen“, versprach Wilke und ergänzte: „Ich sage immer, ich kann ja nichts anderes.“ Marion Hahn erhielt die Sonderehrung dafür, dass sie 2015 zweimal den Iron Man (3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und einen Marathonlauf) absolviert hatte. Judoka Nicklas Dietz erhielt die „Ehrengabe“ für seine sportlichen Leistungen.

Blau-Weiß zeichnete folgende Mitglieder aus: Gela Linne, Ulrike Jenß, Benedikt Fiedrich, Jens-Uwe Krumsiek und Stefan Sarnecki erhielten auf der Delegiertenversammlung die Verdienstnadel Silber. Für 70-jährige Mitgliedschaft wurden Johann Timmermann, Hermann Wulf und Joachim Petersen geehrt. 50 Jahre im Verein sind Wilfried Droskowski, Karin Kröger, Detlef Lau und Friedrich Reibe. Die Mitgliedernadel Gold für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Behme, Peter Dohnt, Daniel Düwer, Stephan Fricke, Julia Gätjens, Gunda Kaminski und Melf Kayer. Monika und Wolfgang Becker, Claus Fitschen, Moritz Guhlmann, Nicholas Hadenfeldt, Marrit Hartmann, Claudia Hatje, Lorenz Hebbel, Marion Koop, Astrid, Manfred, Max und Tim Kuhlmeyer, Stefani Mack, Angela Prizelius, Dirk Probst, Hedwig Röper, Timm Thau, Andrea Winkler, Henning von Winterfeld und Maria Wohlberg wurden für 25-jährige Vereinszugehörigkeit mit der Mitgliedernadel Silber geehrt.
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erstellt am 18.Apr.2016 | 13:00 Uhr

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