zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

23. November 2017 | 06:48 Uhr

Blau-Weiß 96 feiert seine Einradgruppe

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Zehn Jahre Teilnahme bei Wettbewerben

„Ich hatte am Anfang voll den blauen Fleck am Bauch“, erinnerte sich Ronja Harbold. „Aber die Bikini-Saison ist eh vorbei“. Den blauen Fleck hatte sich die junge Frau geholt, als sie beim Einradfahren ihren Sattel nicht unterm Hintern ließ, sondern als besondere Figur während der Fahrt vom Boden aufhob. Jetzt zeigte die Landestrainerin knapp einem Dutzend Schenefelder Einradfahrern, wie der Trick funktioniert.

Der Workshop mit zwei Trainerinnen aus Kiel gehörte zum großen Jubiläumsprogramm der Einradfriends. Das ist die Einradsparte des Schenefelder Sportvereins Blau-Weiß 96, die seit zehn Jahren besteht. Mit Workshops, Olympiade, Tombola und vor allem Einradfahren in allen Varianten füllten die Sportler am Sonntag die Hallen Achter de Weiden.

Zwei Studentinnen brachten die Idee in den Sportverein. Anne Wilke (Foto) griff sie auf, leitet die Sparte seitdem und trainiert Einradfahrer. Inzwischen ist die Abteilung auf zehn Gruppen mit insgesamt 100 Fahrern angewachsen, berichtet Wilke. Die allermeisten davon sind weiblich: „Es war immer mal ein Junge dabei, im Moment haben wir keinen“, bilanziert die Trainerin. Freies Fahren, Tricks üben und Küren erarbeiten und damit bei Wettbewerben antreten sind die wesentlichen Inhalte des Trainings.

Bei den Erwachsenen strampeln einige Männer mit. Andreas Arnswald ist einer von ihnen: Seine Töchter sind schon länger dabei, er wollte mehr für sich tun, probierte es aus und blieb dabei, erzählt der Schenefelder. Beim Workshop hat er eine neue Variante gelernt, aufzusteigen und eine Übung, um mit einem Bein zu fahren. „Es hört nicht auf, es gibt unendlich viele Tricks“, hat er in fünf Jahren Einradfahren gelernt.

Bei den Kindern führen die Einradfriends Wartelisten, bei den Erwachsenen „suchen wir immer neue Leute“, sagt Wilke. Einradfahren lernen funktioniert unabhängig vom Lebensalter, erklärt sie: „Ob man Angst hat oder nicht“, sei das Entscheidende. Verena Dörfler macht gerade ihre ersten Versuche; links hat sie die Hallenwand, rechts Bänke und Kästen zum Abstützen. Ihre Töchter fuhren Einrad, sie sind jetzt nach dem Abitur „ausgeflogen, und die Einräder stehen im Keller rum“, erzählt sie. „Das lohnt sich ja doch, so ein Kurs“, stellt sie fest, als sie eine Bahn zwar wackelig, aber mit relativ wenig Abstützen geschafft hat.

Anna-Lena Heitmann fährt seit ihre Grundschulzeit Einrad, seit fünf Jahren ist sie im Verein, gemeinsam mit Anne Wilke trainiert die 20-Jährige die älteren Mädchen. „Man kann so viel Verschiedenes machen“, schwärmt sie von ihrem Sport. Heitmann ist auch draußen unterwegs, dort allerdings mit speziellen Einrädern für Gelände, sogenannten Munis. In den Ferien ist sie mit ihrem Sportgerät bergauf gewandert und runter – downhill gefahren.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen