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Protest in Schenefeld : BfB will Funkmast noch verhindern

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Mehr als 100 Anwohner-Unterschriften wurden bereits gesammelt.

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Ein neuer Funkmast im Landschaftsschutzgebiet: Dieses Vorhaben will die Wählergemeinschaft „Bürger für Bürger“ (BfB) verhindern – und damit einen Beschluss des Umweltausschusses kippen. Dort hatten sich im Februar SPD, CDU und OfS dafür ausgesprochen, eine 225 Quadratmeter große Fläche am Gremsbargen an die Vodafone GmbH zur Errichtung eines Mobilfunkmastes zu verpachten. Im zuständigen Finanzausschuss will die BfB das Vorhaben nun stoppen. Das Gremium tagt am 16. Juni im Rathaus.

Laut Fraktionschef Manfred Pfitzner müsse nicht nur das Landschaftsschutzgebiet von jeglicher gewerblicher Nutzung freigehalten werden. „Es geht auch darum, die Sorgen der Anwohner ernst zu nehmen.“ Bewohner in den Straßen Drift und Blankeneser Chaussee fürchten eine erhöhte Strahlenbelastung. Sie haben mehr als 100    Unterschriften gesammelt, wollen die Errichtung des zirka 25 Meter hohen Mastes quasi direkt hinter ihren Gärten verhindern. Die Aussage des Investors, dass die vom Funkmast ausgehende Belastung weit unterhalb der gesetzlichen Vorgaben liegen werde, hat nicht zur Beruhigung beigetragen.

Pfitzner weist darauf hin, dass nach dem „geltenden Baurecht Unternehmen wie Vodafone zwar als privilegiert auch in Landschaftsschutzgebieten gelten. Voraussetzung für die Privilegierung jedoch ist, dass in angemessener Entfernung ein anderer Standort nicht zur Verfügung steht.“ Ein solcher Nachweis sei vom Antragsteller bisher nicht erbracht worden und werde nach Lage der Dinge schwerlich zu erbringen sein. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft des geplanten Funkmastareals befindet sich der Mast einer Überlandleitung. Dieser wird bereits von anderen Unternehmen als Antennenstandort genutzt. BfB und auch die Grünen haben bei einem Vor-Ort-Termin dem Vodafone-Vertreter vorgeschlagen, diese Möglichkeit zu nutzen.

Über den umstrittenen Funkmast-Standort kann die Stadt nicht allein entscheiden. Ein Mobilfunkmast im Landschaftsschutzgebiet ist laut Kreisordnung verboten. Die Untere Naturschutzbehörde müsste eine Sondergenehmigung erteilen. Die BfB setzt sich dafür ein, dass die Schenefelder Politik die Notbremse zieht. Bisher sind nur Grüne und BfB gegen diesen Standort. Die jährliche Pachteinnahme für die Stadt würde 5400 Euro betragen,

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