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Bezahlbarer Wohnraum: Stadt geht in die Offensive

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erstellt am 17.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Schenefeld | Bezahlbarer Wohnraum mit Quadratmeterpreisen zwischen sechs und sieben Euro ist in Schenefeld kaum noch zu bekommen. Die Stadt geht jetzt in die Offensive, um die Situation zu verbessern. Bürgermeisterin Christiane Küchenhof bittet in der kommenden Woche zum Wohnungsgipfel ins Rathaus. Mit am Tisch sitzen dann Vertreter der Neuen GeWoGe, der Soka Bau, von Terrabaltic, Neuhaus und Semmelhaack. Die Genossenschaften und Baugesellschaften unterhalten jeweils Wohnungen in Schenefeld.

Hintergrund des Vorstoßes: Das Land stellt in diesem und im nächsten Jahr speziell für die Hamburger Randkreise Fördermittel in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung. "Und zwar nicht nur für Neubauten, sondern auch für Sanierungen im Bestand", betont Küchenhof. Auf diese Karte setzt Schenefelds Bürgermeisterin. Es geht vor allem um die Bindungsfrist für die zirka 300 Sozialwohnungen, die es in der Stadt gibt. Im kommenden Jahr läuft sie nach nunmehr 25 Jahren für die ersten Wohneinheiten aus. Danach könnten die Wohnungen auf dem freien Markt vermietet werden. Die Bedürftigen würden in die Röhre gucken.

Der Plan der Stadt: Die Wohnungsunternehmen investieren mit Hilfe der Fördermittel des Landes in ihre Mietshäuser in puncto Energieeffizienz und Barrierefreiheit, und die Stadt erhält die Belegungsrechte für die Mietwohnungen. Küchenhof: "Ich glaube, das ist für Schenefeld ein sinnvoller Weg." So könnte die Anzahl der günstigen Wohnungen zumindest gehalten, vielleicht sogar erhöht werden. Beim Wohnungsgipfel will sie abklären, ob die Wohnungsbaugesellschaften grundsätzlich Interesse an dieser Strategie haben. Wenn ja, will die Bürgermeisterin im zweiten Schritt die Politik mit ins Boot holen. Die Stadt will auch selbst aktiv werden. Sie besitzt unter anderem im Kreuzweg eigene sozial geförderte Wohnungen.

Küchenhof setzt bewusst nicht auf die Neubau-Karte. "Alle Parteien haben erklärt, dass Schenefeld unter der 20 000-Einwohnermarke bleiben soll", betont die Verwaltungschefin. Den Bau neuer Sozialwohnungen in der Stadt hatten CDU, OfS und FDP zuletzt vehement abgelehnt. Laut Stadt gibt es vor allem Bedarf an barrierefreien und kleinen Wohnungen. Die Warteliste für günstige Mietwohnungen ist lang.

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