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Ganztagsmodell in Schenefeld : Betreuung: Die VHS muss umziehen

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Politik segnet Pläne ab. Beide Schenefelder Grundschulen erhalten bis Ende 2017 jeweils eine Mensa.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2016 | 15:00 Uhr

Schenefeld | In der Volkshochschule an der Blankeneser Chaussee müssen sie schon bald die Umzugskartons packen. Die Einrichtung muss weichen, um den so dringend benötigten Platz für die Betreuung von Grundschulkindern an der Grundschule Altgemeinde zu schaffen. Ab September heißt die neue Anschrift der Volkshochschule Osterbrooksweg 36. Das Gebäude hatte die Stadt im Zusammenhang mit dem Kauf des ehemaligen Spar-Parkplatzes mit erworben. „Es ist von der Substanz und der Raumaufteilung ein ideales Objekt“, betonte Schenefelds Schulamtschef Axel Hedergott. Auch der Aufwand für bauliche Veränderungen im Gebäude sei überschaubar.

In das VHS-Gebäude an der Blankeneser Chaussee wird eine zusätzliche Betreuungsgruppe einziehen. Zwei weitere Gruppen werden zum neuen Schuljahr an der Gorch-Fock-Schule in der Siedlung eingerichtet. 91.000 Euro muss die Stadt für dieses Jahr investieren. 2017 werden sich die Mehrkosten auf 171.000 Euro belaufen. Ab dem neuen Schuljahr werden an beiden Schulen nachmittags Klassenräume für die Betreuung der Kinder genutzt.

Die Rasselbande übernimmt die Trägerschaft für alle drei neuen Gruppen und wird somit zum „Rettungsanker“ für die Stadt, wie es Grünen-Ratsherr Hans-Gerhard Schwarz bezeichnete. Denn für insgesamt 54 Jungen und Mädchen auf der Warteliste hätte die Stadt zum neuen Schuljahr keinen Betreuungsplatz nach Unterrichtsende anbieten können.

Doch nicht nur kurzfristig wird die Betreuungssituation entschärft. Die Politik hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das „Schenefelder Ganztagsmodell“ – ohne Rechtsanspruch auf einen Platz – auf den Weg zu bringen. Beide Grundschulen erhalten dafür eine Mensa. An der Gorch-Fock-Schule ist ein Neubau geplant, an der Grundschule Altgemeinde soll das VHS-Gebäude umgebaut werden. „Bis Ende 2017 soll das Konzept umgesetzt werden“, sagte Hedergott. Auch wenn konkrete Zahlen noch nicht vorliegen: Im Schulausschuss wurde ein Millionen-Projekt aufs Gleis gesetzt.

Das Gebäude im Osterbrooksweg 36 gehört der Stadt.
Das Gebäude im Osterbrooksweg 36 gehört der Stadt. Foto: Brameshuber
 

Auch beim Ganztagsmodell möchte die Stadt in Zukunft mit der Rasselbande zusammenarbeiten. Dafür gab es von der Politik ein klares Bekenntnis. Und ein möglicher Kooperationspartner steht schon in den Startlöchern – die Spielvereinigung Blau-Weiß 96. „Wir sind bereit, unsere Qualität auf dem Bewegungssektor in die Nachmittagsbetreuung einzubringen“, betonte Geschäftsführer Frank Böhrens.

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