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Grundschulen in Schenefeld : Betreuung: Die Container sind vom Tisch

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Beide Grundschulen sollen eine Mensa erhalten. Doppelnutzung der Klassenräume. Einstieg in Ganztagsbetreuung.

Schenefeld | 54 Grundschüler auf der Warteliste: Noch im März gab es im Schulausschuss nur eine politische Antwort auf die sich weiter zuspitzende Betreuungssituation in der Stadt: noch mehr Container anzuschaffen. Vier Module sollten auf dem Schulhof der Gorch-Fock-Schule aufgestellt werden, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Doch so richtig glücklich war mit dieser Übergangslösung niemand. Sie ist vom Tisch. Schenefeld verabschiedet sich vom Zeitalter der Container – und plant mit Macht den Einstieg in die Ganztagsbetreuung nach dem „Schenefelder Modell“.

Die überraschende Wende leitete Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof bei einem Treffen mit den Fraktionschefs ein. Ihr Schulamtschef Axel Hedergott hatte schon im März die Frage aufgeworfen, warum die Stadt neue Container für die nachschulische Betreuung kaufen soll, wenn die Klassenräume nachmittags leer stehen? Bisher hatten sich die Schulen gegen eine Doppelnutzung gewehrt. Die kommt jetzt aber – und zwar schon ab dem Schuljahr 2016/2017. Zudem soll der Spiely-Container an der Gorch-Fock-Schule in Zukunft in die Nachmittagsbetreuung mit einbezogen werden.

An der Gorch-Fock-Schule sollen zwei zusätzliche Betreuungsgruppen eingerichtet werden, an der Grundschule Altgemeinde eine. Die Trägerschaft wird die Rasselbande übernehmen.

Damit nicht genug: Jahrelang musste die Stadt nachsteuern und nachbessern, um die steigende Nachfrage von Elternseite erfüllen zu können. Jetzt ist die Stadt bereit, kräftig zu investieren, um ein Ganztagsangebot zu schaffen. An beiden Grundschulen sollen eine Mensa und ein zusätzlicher Bewegungsraum realisiert werden. An der Gorch-Fock-Schule ist ein Neubau geplant, an der Grundschule Altgemeinde sollen beide Vorhaben im benachbarten Gebäude der Volkshochschule umgesetzt werden. Die Stadt drückt aufs Tempo. Bis Ende 2017 sollen Neu- und Umbauten abgeschlossen sein. Laut Schulamtschef Hedergott wird es nach dem Schenefelder Ganztagsmodell zwar keinen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nach Unterrichtsschluss geben. Aber: „Wir wollen eine Betreuungsquote von 100 Prozent erreichen.“ Ein Konzept soll in der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe erarbeitet werden. Schluss mit der Flickschusterei: Die Fraktionschefs folgen diesem Weg – am Dienstag, 3. Mai, wird Schenefelds neues Betreuungskonzept für Grundschüler im Schulausschuss – Beginn: 19 Uhr im Rathaus am Holstenplatz – beraten.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 12:45 Uhr

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