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Hausbesuche sind eine Ehrensache : Beratung für Rentner in Schenefeld

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Harald Klähn gibt Tipps beim Rentenantrag. An die 120 telefonische und persönliche Beratungen macht er monatlich.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Alle Ehrenämter aufzuzählen, die Harald Klähn im Laufe seines Lebens ausgeübt hat, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Darunter Ratsherr, Dozent für Erwachsenenbildung und Versicherungsberater der gesetzlichen Rentenversicherung. Letzteres seit 1968. Seit 1980 – da zog er mit seiner Familie nach Schenefeld – für den Kreis Pinneberg und angrenzende Teile von Hamburg-Altona.

An die 120 telefonische und persönliche Beratungen macht er monatlich. Hinzu kommen Beratungen bei der Sozialberatung und bei Krankenkassen. Einmal im Quartal reist er mehrere Tage nach Helgoland und berät im dortigen Rathaus. Soweit bekannt, ist Klähn der einzige Rentenberater deutschlandweit, der auch Hausbesuche macht – und das auf eigene Kosten. Jeden ersten Montag im Monat steht er Ratsuchenden in der Sozialberatung in Schenefeld Rede und Antwort.

„In der Regel sehe ich die Klienten drei- bis viermal“, berichtet er. Zunächst geht es meist darum, den Rentenverlauf zu überprüfen. Es geht um Nachträge und Beglaubigungen. Oft steht dabei die Frage im Raum, wann kann ich in Rente gehen?

Ganz wichtig ist natürlich der Rentenantrag selbst. Und dann die Überprüfung des Bescheids. Kommt der eine Ratsuchende mit geordneten Papiere, so bringt der nächste eine Kiste mit Unsortiertem mit, gibt Klähn einen kleinen Einblick in seinen Alltag. „Manchmal hilft es auch, einer Rentnerin, die plötzlich vom Finanzamt angeschrieben wird, die Angst vor den Behörden zu nehmen“, so Klähn.

Der Experte hat sich auch Gedanken über das Danach gemacht und eine kleine Broschüre entwickelt. „Aktiv in den Ruhestand – planen, gestalten, genießen“ heißt sie. Darin enthalten ein Fragenkatalog, mit Hilfe dessen sich die angehenden Rentner über ihre zukünftige Gestaltung der freien Zeit klar werden können, und es gibt Regeln für gesundes Älterwerden. Trotz der umfangreichen ehrenamtlichen Arbeit, bleibt dem gelernten Verwaltungsfachmann auch noch Zeit für Hobbys. „Mit meiner Frau Jutta verreise ich gern. Und ich fotografiere. Von jeder Reise gibt es ein dickes Buch mit Schnappschüssen.“

Seit seinem Ruhestand im Jahr 2004 hat er Vorlesungen unter anderem in Archäologie und Psychologie an der Universität besucht. Bis zum Jahr 2017 will der rüstige 75-Jährige noch als Rentenberater tätig sein. „Dann suche ich dringend einen Nachfolger. Aber der wird sicherlich schwer zu finden sein“, sagt Klähn.

Die  Rentenberatung wird immer  am ersten Montag im Monat von 10 bis 12 Uhr in der Sozialberatung im Osterbrooksweg 5 angeboten. Telefonisch ist Harald Klähn unter der Rufnummer 040-8304774 zu erreichen.
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