zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

12. Dezember 2017 | 04:21 Uhr

Giftdeponie Schenefeld : Belastung geht zurück

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Müllkippe S3: Weniger Benzol und Chlorbenzole. Entwarnung im Bereich der XFEL-Großbaustelle.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Die Tendenz ist deutlich: Im Grundwasserleiter der ehemaligen Mülldeponie S3 an der Blankeneser Chaussee in Schenefeld werden immer weniger Giftstoffe festgestellt. Im Jahr 2013 wurden laut der zuständigen Behörde des Kreises Pinneberg zirka neun Kilogramm Benzol und etwa 28 Kilogramm Chlorbenzole aus dem Grundwasser entfernt. Zum Vergleich: Von April bis Dezember 2012 waren es zirka 18 Kilogramm Benzol und etwa 22 Kilogramm Chlorbenzole und zwischen April 2011 und März 2012 36 Kilogramm Benzol und 33 Kilogramm Chlorbenzole.

2010 lagen die Werte sogar noch bei 56 Kilogramm Benzol und 40 Kilogramm Chlorbenzole. Benzol ist krebserregend, Chlorbenzole können die Nerven schädigen.

Hausmüll, Gewerbeabfälle, Giftmüll: Was genau in den 1960er Jahren in die vier Hektar große Kiesgrube gekippt wurde, weiß keiner genau. Fakt ist: Die Schenefelder Deponie S3 gilt als die gefährlichste der 270 Deponien im Kreis Pinneberg. Sie wird seit 1997 hydraulisch gesichert, so dass keine Giftstoffe in das Grundwasser gelangen können. Insgesamt wurden bisher 2682 Kilogramm Benzol und 1125 Kilogramm Chlorbenzole dem Grundwasser entzogen.

Entwarnung gibt es auch bei den vier Grundwassermessstellen zur Überprüfung der Auswirkungen der Grundwasserentnahme im Zuge des XFEL-Bauprojektes. In den Proben wurden keine Belastungen nachgewiesen. Laut Stadtverwaltung sind die Grundwassermessstellen im Frühjahr 2014 zum Rückbau freigegeben worden. Das seit 2005 auf der Oberflächenabdichtung installierte Biofiltersystem zur Geruchs- und Schadstoffbehandlung des abgesaugten Gases arbeitet laut Verwaltung weiterhin einwandfrei. Durch die Absaugung werde das Gasemmissionspotenzial in den sensiblen Wohnbereichen im Umfeld der ehemaligen Deponie sehr gering gehalten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen