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Schenefelder Tageblatt

12. Dezember 2017 | 02:09 Uhr

Befreiungsschlag für alle Schulen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

In den kommenden vier Jahren werden alle 66 Klassenzimmer von Grund auf saniert / Stadt investiert zirka zwei Millionen Euro

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2016 | 16:39 Uhr

Die Stadt geht mit Macht und mit Tempo an alle vier Schenefelder Schulen ran. Die insgesamt 66    Klassenräume im Gymnasium, in der Gemeinschaftsschule, an der Grundschule Altgemeinde und der Gorch-Fock-Grundschule werden vom Boden bis zur Decke saniert. Der Schulausschuss hat am Donnerstagabend einheitliche Standards für das Mammut-Projekt festgelegt. Auch wenn es noch keine Kostenschätzung gibt. Pro Klassenraum könnten die Investitionen je nach Aufwand zwischen 25  000 und 30  000 Euro liegen.

Der Sanierungsstau: Am Gymnasium hatte ihn der ehemalige kommissarische Schulleiter Hartmut Appel laut und öffentlich angeprangert. Jetzt soll schnell gehandelt werden. Die Grundsanierung soll bereits in drei bis vier Jahren abgeschlossen sein. Ursprünglich waren sieben Jahre vorgesehen. Auf Wunsch der Schulen wurde die Sanierungs-Schlagzahl verdoppelt. Bis auf die BfB – sie enthielt sich bei der Abstimmung – ziehen alle Schenefelder Parteien an einem Strang. Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz sprach von „einem Durchbruch“. Carola Werber, kommissarische Schulleiterin am Gymnasium, bedankte sich bei den Verantwortlichen. „Ich bin sehr glücklich. Sie bringen die Schulen entscheidend voran.“ Am Gymnasium sollen die drei fünften Klassen schon zum neuen Schuljahr fertig sein.

Ein Modernisierungs- und Raumkonzept für die übrigen Bereiche der Schulen wird jetzt ein externes Büro erarbeiten. Ebenso ein Sanierungskonzept für die Dächer am Schulzentrum Achter de Weiden. Es soll so rechtzeitig vorliegen, dass im kommenden Jahr mit der Umsetzung der ersten Vorhaben begonnen werden kann. Folgende Standards sollen künftig an allen vier Schenefelder Schulen gelten.
>Estrich: Der Zustand wird überprüft, wenn nötig erneuert.

>Bodenbeläge: Die Zeit des Nadelfilzes ist vorbei. Linoleum oder Kautschuk werden eingesetzt.
>Wände: Der Putz wird ausgebessert, die Wände neu gestrichen. Die Schulen erstellen ihre eigenen, einheitlichen Farbkonzepte. Alle Kabel werden unter Putz verlegt. Ein Akustiker wird beauftragt, um Verbesserungen vorzuschlagen. Pro Klassenstufe wird ein Raum so gestaltet, dass er für Hörgeschädigte Schüler geeignet ist. Dem Thema Inklusion soll in Zukunft grundsätzlich stärker Rechnung getragen werden.
>Steckdosen und Schalter: Je nach Bedarf wird das Schalterprogramm vereinheitlicht.
>Interaktives Board: Es werden Anschlüsse für interaktive Touchboards vorgesehen.
Türen und Fenster: Eine
Sanierung der Fenster ist nicht erforderlich. Der Zustand der Türen soll geprüft werden, wenn nötig erfolgt ein Austausch. Sie erhalten einen Außenknauf.
>Sonnenschutz: Alle Klassenräume, mit Ausrichtung nach Osten, Süden oder Westen erhalten elektrischen, außenliegenden Sonnenschutz.
>Heizungsanlage: Die Temperaturregelung soll zentral erfolgen. Die Heizung soll in Räumen automatisch runterfahren, wenn die Fenster geöffnet werden.
>  Decken: Ein Akustiker erarbeitet Vorschläge. Geplant ist eine schallgedämmte Abhängung der Decken.
>Deckenbeleuchtung: Die Beleuchtung wird mit Präsenzmeldern, Tageslichtsensoren und seperater Schaltung versehen. LED-Leuchten und Lautsprecher werden integriert. Es gibt eine separate Tafelbeleuchtung.

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