zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

19. August 2017 | 02:14 Uhr

Halstenbek : Baut Hochtief das Gymnasium?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ist das Geheimnis schon geplatzt? Nach Bietermarathon soll sich internationaler Baukonzern durchgesetzt haben.

Jetzt ist es raus: Der international agierende Baukonzern Hochtief mit Sitz in Essen soll das Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek bauen. Nach Informationen unserer Zeitung soll sich das Unternehmen, das bundesweit Erfahrung im Schulbau in öffentlich-privater Partnerschaft vorweisen kann, im Bietermarathon durchgesetzt haben.

Bis zuletzt wurden die Namen der potenziellen Baufirmen mit einer Zahlenkombination verschlüsselt. Nur wenige Eingeweihte in der Verwaltung kannten die Favoriten, die Politik sollte in ihrer Entscheidung – strikt nach einem festgelegten Punktesystem – unvoreingenommen agieren. Doch vor wenigen Tagen erhielten die Entscheidungsträger der Selbstverwaltung eine Rangliste – mit Hochtief auf Platz eins.

Hochtief – der Konzern ist seit Jahren im Zusammenhang mit dem Bau der Hamburger Elbphilharmonie in aller Munde. Das Konzerthaus soll nach 18 Monaten Stillstand – begleitet von öffentlich ausgetragenen Querelen über Schuld und Nichtschuld – bis Oktober 2016 zum "Globalpauschalfestpreis" von 575 Millionen Euro fertig gestellt werden.

Keine neue Elbphilharmonie

In Halstenbek sollen sich "Verfehlungen und falsche Planungen, eine überhastete Ausschreibung, chaotische Bauplanung, ein unprofessioneller Umgang mit Nachforderungen und mangelnder Aufsicht durch den Senat der Stadt Hamburg" (Zeit Online) nicht wiederholen. Nach Informationen unserer Zeitung soll es garantiert keine externe Architekten oder gar selbst ernannte Künstler geben. Der Bau werde zu einem Festpreis errichtet (Zahlung nach Fertigstellung) und die Abwicklung mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept realisiert.

Von Kostenexplosion, wie hinter vorgehaltener Hand bereits gemunkelt wird, könne keine Rede sein, heißt es aus zuverlässiger Quelle. Vielmehr müsse der sogenannte Baupreisindex berücksichtigt werden. Sprich: Pro Jahr fallen etwa drei Prozent Mehrkosten (Lohn, Material) an. Heißt: Ging die Gemeinde in 2012 von 18,9 Millionen Euro aus und wird mit einer endgültigen Fertigstellung inklusive Abriss und Entsorgung der 40 Jahre alten maroden, asbestbelasteten Schule Mitte 2016 geplant, würde das Gymnasium für 1100 Schüler zu guter Letzt etwa 21 Millionen Euro kosten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 09.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen