Schenefeld : Bauhof ist erstmals für das gesamte Stadtgebiet verantwortlich

Der Winter kann kommen: Frank Nikulsky (links) und Bauhof-Chef Marko Gräper sind vorbereitet.
Der Winter kann kommen: Frank Nikulsky (links) und Bauhof-Chef Marko Gräper sind vorbereitet.

Es ist der Winter der Bewährung für den Bauhof. 65 Tonnen Salz lagern im Silo am Dannenkamp.

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12. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Schenefeld | Beim Wetter ist Marko Gräper in den kommenden Wochen zwiegespalten. Für seine Kinder wünscht sich der Familienvater Eis- und Schneespaß. Für seine 15 Kollegen wünscht sich der Chef vom Schenefelder Bauhof eis- und schneefreie Zeiten.

Der Winter der Bewährung: Erstmals ist Schenefelds Bauhof beim Winterdienst für das gesamte Stadtgebiet und nicht nur für die Nebenstraßen sowie Geh- und Radwege verantwortlich. Neu hinzu kommen die 32    Kilometer Hauptstraßen, die in der Vergangenheit von Fremdfirmen geräumt wurden. Das Mehr an Verantwortung begrüßt Gräper. „Wenn es Kritik von Bürgern gibt und sie berechtigt ist, stecke ich die auch ein“, betont der 44-Jährige. In den vergangenen Jahren musste Gräper auch schon mal seinen Kopf für die Arbeit der Fremdfirmen hinhalten. Das ist vorbei.

Das Wetter bestimmt in diesen Tagen den Lebens- und Arbeitsrhythmus der Bauhof-Mitarbeiter. In zwei Gruppen wird bis Ende März die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr gewährleistet. „Die Vorhersagen vom Deutschen Wetterdienst sind sehr gut und sehr zuverlässig“, betont Gräper. Am Ende übernimmt ein Mitarbeiter die Streckenkontrolle, entscheidet, ob die Truppe ausrückt. „Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig“, betont der Chef.

Ein neuer Spezial-Lastwagen, ein neues Salzsilo: Die Stadt hat 490  000 Euro investiert, um den Winterdienst komplett in Eigenregie übernehmen zu können. Die Investition soll sich langfristig rechnen. Bisher musste die Stadt pro Jahr 47  000 Euro für den Winterdienst an Fremdfirmen überweisen. Die Kosten für den Bauhof liegen bei 16  400 Euro im Jahr. Der teure Lastwagen kann zudem ganzjährig vom Bauhofteam genutzt werden.

Auch beim Service will die Stadt eine Schippe drauflegen. Mitarbeiter und Fahrzeuge können flexibler eingesetzt werden. Früher gab es laut Gräper viele Leerfahrten und Überschneidungen.

Vier Fahrzeuge stehen für den Wintereinsatz zur Verfügung. Es gibt Streu-Pläne, die nach Prioritäten aufgestellt werden. Innerhalb von drei Stunden soll das gesamte Stadtgebiet bei Glätte abgestreut sein. „Das Schneeräumen dauert doppelt so lange“, betont Gräper.

Im Winter 2013/2014 musste das Bauhof-Team nur sechs Mal ausrücken. Es gab aber auch Winter, in denen 34 Mal geräumt werden musste. Im Silo am Dannenkamp lagern 65 Tonnen Salz. 50 Tonnen hat Gräper als Reserve reservieren lassen. Man weiß ja nie. Gestreut wird mit Feuchtsalz. Der große Lastwagen fasst fünf Kubikmeter Salz und 2200 Liter Sohle. Beides wird am Streuer vermischt und auf die Straßen gebracht. Eis und Schnee: Ein bisschen darf’s schon sein in diesem Winter. Denn ein Echteinsatz mit dem neuen Spezial-Lastwagen fehlt dem Team. „Wir müssen Erfahrungen sammeln“, sagt Gräper. Der Winter der Bewährung: Das Bauhof-Team ist bereit.

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