Schenefeld : Bauausschuss spart 420.000 Euro ein

Der Bauausschuss hatte keine Wahl. Er musste nach den Etatberatungen 2014 zum zweiten Mal den  Rotstift ansetzen.
Der Bauausschuss hatte keine Wahl. Er musste nach den Etatberatungen 2014 zum zweiten Mal den Rotstift ansetzen.

In der Turnhalle der Gemeinschaftsschule werden WC-Anlagen und Umkleideräume doch saniert.

shz.de von
20. Januar 2015, 12:00 Uhr

Schenefeld | Nein, an dieser Aufgabe fand im Bauausschuss wahrlich niemand Gefallen. 420.000 Euro mussten nachträglich noch einmal zusammengekratzt werden, um den Etat für 2015 in den Griff zu bekommen. Das war die Vorgabe aus dem Finanzausschuss. Sie wurde erfüllt.

Das Bauamt hatte eine Streichliste erarbeitet. Sie wurde auch bis auf einen Punkt abgesegnet. Die Sanierung der WC-Anlagen und der Umkleideräume der Turnhalle der Gemeinschaftsschule wird doch in diesem Jahr erfolgen. Darin war sich die Politik einig. 75.000 Euro wird das kosten.

Zur Gegenfinanzierung sollen bei der baulichen Unterhaltung der städtischen Gebäude und Kitas 75.000 Euro eingespart werden. Konkreter wurde es nicht – und das schmeckte nicht jedem Politiker.

Beim Zusammenstreichen der Streichliste gab es viele Vorschläge, aber keine Mehrheiten. CDU-Ratsherrin Susanne Broese wollte die Planungskosten für die Hauptstraße in Höhe von 50.000 Euro streichen, zudem 9000 für Bodenarbeiten im Juks. Günter Vogelbein (OfS) hatte den Ausbau des Eidelstedter Weges (70.000 Euro) auf seiner Streichliste notiert. Ebenso die Hauptstraße. BfB-Ratsherr Denis Witte wollte nicht nur auf den Eidelstedter Weg, die Hauptstraße und das Juks verzichten, sondern auch den Ausbau der Bühne im Bürger- und Kultursaal sowie den Bau von Umkleideraum und WC-Anlage für Frauen in der Wache der Feuerwehr schieben. Dafür sollte der Ausbau des Möwenrings für 160.000 Euro von der Streichliste gestrichen werden. „Das sollten wir jetzt machen, weil die Wasserwerke die Leitungen auch jetzt erneuern.“ Mit dieser Meinung blieb er an diesem Abend allein. Michael Behrens von den Grünen setzte sich dafür ein, die 30.000 Euro für die Verbesserung der Akustik im Ratssaal nicht zu streichen. „Es gab immer wieder Beschwerden von Bürgern“, mahnte Behrens. Doch einen konkreten Kompensationsvorschlag konnte er nicht bieten. Jetzt soll bei Ratssitzungen ein zusätzlicher Lautsprecher aufgebaut werden.

Der Möwenring wird 2015 nicht für 160.000 Euro ausgebaut. Straße und Gehweg sollten niveaugleich hergestellt werden. Laut Schenefelds Bauamtschef Günther Leimert ist der Zustand der Straße in Ordnung. Es gebe keine Beeinträchtigung in der Funktion. Verzichtet wird zudem auf die Deckensanierung im großen und kleinen Musikraum des Gymnasiums (30.000 Euro), die Erneuerung der Einbruchmeldeanlage in der Schule (25.000 Euro), die Verbesserung der Akustik in den Sitzungsräumen des Rathauses (30.000 Euro) sowie zwei Maßnahmen im Zuge  des Projekts „Energieeffiziente Musterkommune“ am Gymnasium und der Gesamtschule jeweils in Höhe von 50.000 Euro. 
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