Badschließung: Hoffen auf die Stadt

<p>Laut Seniorenbeirat nutzen 48 Gruppen das Bewegungsbad.</p>

Laut Seniorenbeirat nutzen 48 Gruppen das Bewegungsbad.

Seniorenbeirat erbittet Unterstützung von Politik und Verwaltung beim Kampf um den Erhalt der Einrichtung im Regio-Klinikum.

shz.de von
13. Juli 2018, 15:20 Uhr

Wedel | Jetzt sollen Wedels Verwaltung und Politik retten, was noch zu retten ist – falls noch etwas zu retten ist. Der Seniorenbeirat hat die politischen Gremien  und die Verwaltung der Rolandstadt um Unterstützung im Kampf um den Erhalt des Bewegungsbads im Regio Klinikum angehalten. Wie berichtet, hatte der Klinik-Verbund angekündigt, das Bad zum Ende des Jahres zu schließen. Stadt und Fraktionen mögen auf die Klinikleitung einwirken, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, heißt es in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung des Beirats.

48 Gruppen, davon 20 auf ärztliche Verordnung, würden das Bad in der Holmer Straße 155 nutzen, so steht es  in dem Papier. Und: „Der Seniorenbeirat ist tief betroffen von der beabsichtigen Schließung. Es fällt damit ein wichtiges Angebot zur Physiotherapie und zur präventiven Gesunderhaltung in Wedel ersatzlos weg.“

Der Beirat kritisiert indes nicht nur die angekündigte Schließung an sich, sondern auch die Informationspolitik der Regio Klinik. So habe man während einer Informationsveranstaltung  Ende April vor Ort von der Leitung des Krankenhauses „keinerlei Kenntnis über die beabsichtigte Schließung des Bewegungsbades erhalten“. Der Seniorenbeirat habe dies schriftlich gerügt, „vor allem weil er die Empörung der betroffenen Bevölkerung unmittelbar erfahren musste“.  Per Aushang hatte die Regio-Klinik im Juni die Schließung  angekündigt. Auf Anfrage unserer Zeitung  hieß es, das Bad werde seit vielen Jahren nicht mehr für den eigentlichen Krankenhausbetrieb benötigt und entspreche nicht modernen Standards. Zudem hätten sich zuletzt technische Probleme gehäuft. Erst 2015 hatte die Klinik noch 32000 Euro in eine Renovierung gesteckt. 

Das drohende Aus hat vielerorts für Empörung und Bestürzung gesorgt. Von einem „harten Verlust“ spricht etwa Ulrike Wohlfahrt, Leiterin der Familienbildung Wedel. Der Verein nutze das Bad seit 1993 für zahlreiche Angebote, darunter Babyschwimmen und Wassergymnastik. Zudem haben Wedeler eine Unterschrifteaktion gegen die Schließung gestartet.

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