Schenefeld : Ausschuss stimmt für Ökostrom

Die Straßenbeleuchtung wird neu ausgeschrieben.

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11. Juni 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | Der Ausschuss für Energie, Wasser und Abwasser der Stadt Schenefeld hat auf seiner nicht-öffentlichen Sitzung am Dienstagabend beschlossen, dass zukünftig Ökostrom für die Straßenbeleuchtung verwendet werden soll. „Wir sind GreenITown Modellkommune und daher sind wir der Überzeugung, dass wir mehr tun müssen als alle anderen Städte in Deutschland“, sagte der Ausschussvorsitzende Jochen Ziehmann (Bündnis 90/Die Grünen) auf Anfrage. Seine Fraktion stimmte ebenso wie die SPD und die BfB für die Kündigung des bestehenden Vertrags, der sich zum Jahresende um ein weiteres Jahr verlängert hätte. CDU und OfS stimmten dagegen.

„Dort war man der Meinung, dass Ökostrom nichts bringt. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Klimaziele allein durch diese Maßnahme erreichen“, so Ziehmann. Zudem sehe er die Stadt in der Vorbildrolle: „Wir müssen auch vorangehen, damit Unternehmen und Privathaushalte nachziehen.“ Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) forderte er auf, aktiver für Ökostrom zu werben. Die Zusatzkosten seien überschaubar. Aktuell zahlt Schenefeld jährlich 157.000 Euro, um die Straßenbeleuchtung mit Strom zu speisen. „Mit Ökostrom sind es 500 Euro mehr. Selbst wenn es teurer wäre, hätten wir dafür gestimmt“, sagte Ziehmann.

Der Antrag der SPD-Fraktion, Ziele für die Wärmeversorgung Schenefeld GmbH zu definieren, wurde an die Fraktionen zurückverwiesen und soll im Hauptausschuss behandelt werden. „Wir Grüne werden das Thema dort auch auf die Tagesordnung bringen“, sagte Ziehmann.

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