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Schenefelder Tageblatt

17. Oktober 2017 | 04:32 Uhr

Schenefeld : Ausgezeichnete Ausbildung

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schenefelder Unternehmen Harry Brot erhält von der Bundesagentur für Arbeit Zertifikat für Nachwuchsförderung.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2016 | 14:00 Uhr

Schenefeld | „Niemand kennt sich im Betrieb so gut aus wie die Auszubildenden“, sagt Dirk Ewert. Seine neuen Industriekaufleute schickt der Vertriebler gleich in den ersten Tagen in die Produktion, damit sie wissen, wie die Brote hergestellt werden, wie Mensch und Technik in der Großbäckerei ineinandergreifen. Ausbildung spielt bei Harry Brot in Schenefeld eine große Rolle. „Unser Nachwuchs ist die Visitenkarte für die Zukunft des Unternehmens“, betont Produktionsleiter Matthias Schielmann.

Seit 1963  hat die Großbäckerei Harry Brot  seinen Sitz am Kiebitzweg in Schenefeld. Dort ist auch die Unternehmenszentrale angesiedelt. Inklusive  der Mitarbeiter in den auswärtigen Vertriebsstellen und des Werksfernverkehrs hat der Standort 818 Beschäftigte. Die tägliche Produktionsmenge liegt bei 250 Tonnen – davon 23 Prozent Vollkornbrot, 57 Prozent Mischbrot und 20 Prozent Toast, Sandwich und Weizenbrot. Die Ofenkapazität pro Stunde liegt bei 5400 Toastbroten (500 Gramm), 2200 Vollkornbroten (1000 Gramm) und 2200 Mischbroten (1000 Gramm). Das Vertriebsgebiet Nord umfasst  Hamburg, Schleswig-Holstein, das nördliche Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. 2482 Lebensmittelgeschäfte  werden täglich beliefert. In Deutschland  verfügt Harry Brot über  neun  Backbetriebe. Im Jahr 2014 wurde mit 4080 Mitarbeitern ein Umsatz von 921Millionen Euro erzielt.

Das große Ausbildungs-Engagement der Schenefelder hat gestern auch die Agentur für Arbeit in Elmshorn gewürdigt. Jürgen Knauff, Leiter Arbeitgeber-Service, überreichte an Ewert und Schielmann ein Zertifikat für Nachwuchsförderung. „Hohe Qualitätsstandards in der Ausbildung und eine besondere Wertschätzung der Nachwuchsförderung sind Kriterien für die Verleihung des Zertifikats“, sagte Knauff. Er bescheinigte dem Schenefelder Unternehmen, die „Zeichen der Zeit“ erkannt zu haben. Ausbildung sei ein Erfolgsgarant, denn der Facharbeitermangel werde sich in Deutschland weiter verschärfen. „Nachwuchskräfteförderung verschafft entscheidende Vorteile im Wettbewerb um die besten Fachkräfte“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Bei Harry Brot werden nicht nur Kaufleute ausgebildet, sondern auch Mechatroniker, Maschinen- und Anlagenführer sowie Fachkräfte für Lebensmitteltechnik. Pro Jahr werden zirka sieben Plätze vergeben. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 70 Bewerber. „Wir bilden für den Bedarf aus“, betonte Schliemann. Klares Ziel: Nach der Ausbildung sollen alle Mitarbeiter übernommen werden.  Harry Brot bietet Praktika an, präsentiert sich auf Berufsmessen und pflegt Kontakte zu den Schulen. Schielmann: „Die Mund-zu-Mund-Propaganda spielt aber auch eine große Rolle. Dass wir eine gute Ausbildung anbieten, spricht sich rum.“

Ausbildung auf der einen Seite, Aufstiegschancen auf der anderen. Bei Harry Brot gibt es den „Club der Wildgänse“. Dort werden Führungskräfte aus der zweiten Reihe gefördert und weiter gebildet. „Sie sollen lernen, im Team erfolgreich und stark zu sein“, sagte Marketing-Chefin Karina Alikhan.  Die Bundesagentur für Arbeit zeichnet seit zehn Jahren Unternehmen aus, die sich in der Ausbildung des Nachwuchses besonders hervortun. Anlass ist die „Woche der Ausbildung“, die heute zu Ende geht. Im Kreis Pinneberg erhielt gestern auch das Unternehmen Holz Junge aus Elmshorn das Zertifikat.

 

 

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