Schenefeld : Ausbildungs-Pakt besiegelt

Schulleiterin Ina Baumert und  Uwe Schäfer  von der Arbeitsagentur unterschreiben den Kooperationsvertrag.  An der Gemeinschaftsschule  kümmern sich  Lehrer Karsten Güllich (von links),  Berufsberaterin  Andrea Wirths und  und Lehrerin  Annemarlen  Meseck  um die Berufsorientierung.
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Schulleiterin Ina Baumert und Uwe Schäfer von der Arbeitsagentur unterschreiben den Kooperationsvertrag. An der Gemeinschaftsschule kümmern sich Lehrer Karsten Güllich (von links), Berufsberaterin Andrea Wirths und Lehrerin Annemarlen Meseck um die Berufsorientierung.

Gemeinschaftsschule und Arbeitsagentur schließen einen Kooperationsvertrag. Berufsorientierung wird immer wichtiger

shz.de von
14. Februar 2014, 16:00 Uhr

Schenefeld | Für jeden Jugendlichen einen Ausbildungsplatz: Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten die Gemeinschaftsschule Achter de Weiden und die Agentur für Arbeit schon seit Jahren eng zusammen. Jetzt wurde die Partnerschaft mit einem Kooperationsvertrag auch ganz offiziell besiegelt. „Damit erhöhen wir die Verbindlichkeit“, sagt Uwe Schäfer, Teamleiter Berufsberatung bei der Agentur. Die Schenefelder Gemeinschaftsschule ist kreisweit die elfte Einrichtung, die mit der Arbeitsagentur kooperiert. Laut Schäfer ein Spitzenwert in Schleswig-Holstein.

Schule, und dann? Die Berufsorientierung spielt auch an der Gemeinschaftsschule eine immer größere Rolle. „Die Schüler benötigen eine lange Zeit der Orientierung. Wir fangen früh an“, betont Schulleiterin Ina Baumert.

Der „Boys- und Girls-Day“ für die jüngeren Schüler, verpflichtende zweiwöchige Praktika für Acht- und Neuntklässler: Die Jungen und Mädchen sollen raus aus der Schule, reinschnuppern in die Welt der Berufe. Einmal pro Monat bietet Berufsberaterin Andrea Wirths eine Sprechstunde in der Schule an. Es gibt extra Veranstaltungen für die Schüler, die bald ihren Abschluss machen. Es wird ein Bewerbungstraining angeboten. Zudem gibt es konkrete Jobangebote. Die Berufsberater versuchen, die Eltern mit ins Boot zu holen. „Wir nehmen die Schüler heutzutage mehr an die Hand“, betont Schäfer. Die Ausbildungssituation sei relativ gut: „Wir profitieren von der Metropole Hamburg. Es gibt mehr Stellen als Bewerber.“ Auch Baumert sieht zurzeit gute Perspektiven für ihre Schützlinge. „Firmen bieten direkt Ausbildungsplätze an.“ Neulich bekam die Schule Post von der Post. Das Unternehmen sucht Azubis. Die Schwierigkeit bei der Jobsuche: Realität und Wunschdenken unter einen Hut zu bringen. Bei aller Hilfe: Baumert weiß, worauf es ankommt: „Ohne vernünftigen Schulabschluss gibt es auch keinen Ausbildungsplatz.“ Denn die Anforderungen in vielen Berufen sind enorm gestiegen. Dass besonders auch Haupt- und Realschüler gern genommen werden, bestätigt Schäfer. „Sie wollen arbeiten. Sie sind oft wirklich an dem Beruf interessiert – und sie bleiben auch in den Unternehmen und gehen nicht studieren.“

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