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Schenefeld : Aufruf der Politik: Wie Bürger Energie sparen können

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Energiewende ist in aller Munde. Doch irgendwie scheint das alles bei Schenefelds Bürgern nicht so richtig anzukommen.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Die Stadt ist energieeffiziente Musterkommune. 2015 wurde in Schenefeld zum Energiejahr ausgerufen. Die Energiewende ist in aller Munde. Doch irgendwie scheint das alles bei Schenefelds Bürgern nicht so richtig anzukommen. Im Ratssaal verloren sich am Donnerstagabend gut 20 Personen   – darunter viele Politiker – als es bei der Einwohnerversammlung um das Thema „Energiesparen für alle“ ging. 

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Denn Oliver Krieger von der Deutschen Energie Agentur (Dena) zeigte auf, warum es sinnvoll ist, vor allem alte Gebäude aus den 1960er und 70er Jahren energetisch zu sanieren. „Fast 40 Prozent des Endenergieverbrauchs entfallen auf den  Gebäudebereich“, betonte Krieger. Vor allem bei der Heizung könnten die Kosten für die Verbraucher deutlich reduziert werden. Wenn sowieso Sanierungen und Reparaturen an Gebäuden anstünden, dann sollten die Arbeiten mit energetischen Verbesserungen gekoppelt werden. „Der Gebäudebereich ist der größte Einzelposten in der Verbrauchsbilanz.

Es geht um bares Geld für Hausbesitzer und Vermieter. Laut Krieger sind die Nettokaltmieten in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren um 29 Prozent gestiegen. Beeindruckender war eine andere Zahl, die Krieger an die Wand im Ratssaal warf. Demnach sind die Energiekosten in   Deutschland in den vergangenen 20 Jahren um 145 Prozent gestiegen.

Der Dena-Experte präsentierte ein Modellvorhaben, in dem 400 Gebäude in ganz Deutschland, darunter zirka 150 Einfamilienhäuser, 200 Mehrfamilienhäuser sowie 60 Schulen, Turnhallen und Museen energetisch optimiert wurden. „Die erzielte durchschnittliche Energieeinsparung lag bei 80 Prozent“, sagte Krieger.    

Bei seinen Beispielhäusern sparten die Eigentümer bis zu 3000 Euro im Jahr an Kosten ein. Auch das Klima profitierte, denn der Kohlendioxidausstoß wird deutlich reduziert. Krieger informierte in Schenefeld auch über Förderprogramme für Neubauten und Umbauten. Auch Zuschüsse werden gewährt. „Es gibt zudem eine Liste, in der inzwischen mehr als 12.700 Energieeffizienz-Experten enthalten sind, auf die man zurückgreifen kann.“ Kriegers Credo: Es lohnt sich, in die Energieeffizienz der Gebäude zu investieren.

Der Vortrag von Oliver Krieger wird auf der Homepage der Stadt Schenefeld veröffentlicht. Weitere Informationen finden sich im Internet auf folgenden Seiten: www.dena.de, www.kfw.de, www.bafa.de, www.förderNavi.de und www.energie-effizienz-experten.de
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