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Schenefelder Tageblatt

23. August 2017 | 21:33 Uhr

Schenefeld : Aufbruchstimmung am Gymnasium

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

DaZ-Zentrum, Mensa, Sozialpädagogen, Sanierung, Einführung von Bläser- und Gesangsklassen: Konzept wird umgesetzt.

Schenefeld | Nicht nachlassen, sondern weiter voran gehen: Nach dem Abschied von Hartmut Appel als InterimsSchulleiter trägt seit Anfang Februar Carola Weber als kommissarische Schulleiterin die Verantwortung am Gymnasium Schenefeld – bis die vakante Stelle besetzt wird. „Wir befinden uns in einer Aufbruchsphase“, sagt die Studiendirektorin. Den Schwung, den Appel erzeugt hat, will sie nutzen, um gemeinsam mit ihrem Team wichtige Projekte auf den Weg zu bringen und all die negativen Nachrichten der Vergangenheit ein Stück weit vergessen zu machen.

Seit dieser Woche ist das Gymnasium mit seinen 60 Lehrkräften und 816 Schülern ein DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache) im Kreis Pinneberg. Zurzeit werden sieben Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund in der Schule von einer DaZ-Lehrkraft unterrichtet. Sie müssen nicht mehr zum Unterricht nach Pinneberg. „Wir vermitteln ein Jahr lang Basiswissen, vor allem Deutschkenntnisse“, sagt Weber. Anschließend sollen die Kinder und Jugendlichen in die regulären Klassen wechseln – entweder auf das Gymnasium oder die benachbarten Gemeinschaftsschule. „Da arbeiten beide Schulen ganz eng zusammen“, betont Weber.

Um dem ganzheitlichen Bildungsansatz an der Schule noch besser gerecht zu werden, sollen in Zukunft auch Sozialpädagogen am Gymnasium eingesetzt werden. Weber hat zwei Stellen beantragt. Die Entscheidung fällt im Schulausschuss. „Die Sozialpädagogen können die Schüler auffangen, die besonderen Betreuungsbedarf benötigen.“

G  8 mit mehr Unterricht am Nachmittag: Das Thema Mensa steht nicht nur in der Politik, sondern auch an der Schule auf der Agenda. „Der Bedarf ist da. Wir werden etwas tun müssen“, sagt Weber. Die Schulleiterin plädiert dafür, alle Varianten zu prüfen: die Nutzung der Räumlichkeiten im zurzeit geschlossenen Sportrestaurant, wie von den Grünen vorgeschlagen. Die Erweiterung der bestehenden Mensa an der Gemeinschaftsschule oder den Neubau einer großen Mensa, die von allen Schülern am Schulzentrum genutzt werden könnte. „Eine gemeinsame Mittagspause für alle – das wäre eine schöne Idee“, sagt Weber. Die Mensa könnte zum Aufenthalts- und Kommunikationsort werden.

Sanierung soll fortgeführt werden

Die im vergangenen Jahr angeschobene Sanierung von Klassenräumen soll konsequent fortgeführt werden. Einheitliche Standards sind der Schulleiterin wichtig. Für den Mittelstufenraum und die große Pausenhalle wurden bereits neue Möbel ausgesucht. Gibt der Schulausschuss die noch mit einem Sperrvermerk versehenen 25.000 Euro für das Gymnasium frei, entstehen an der Schule neue Wohlfühlbereiche.

Mit dem Musikzweig verfügt das Gymnasium Schenefeld über ein anerkanntes Aushängeschild. Im neuen Schuljahr werden in der Einrichtung Bläser- und Gesangsklassen für die Fünftklässler angeboten – und zwar im Klassenverband und im regulären Unterricht. „Das ist unter G8-Bedingungen weniger belastend für die Kinder“, betont Weber.

Belastungen, die sind in den kommenden Wochen für die Lehrkräfte besonders groß. Denn mit 170 Schülern verlässt in diesem Frühjahr der erste Doppeljahrgang das Gymnasium. 189 mündliche Prüfungen müssen abgenommen werden. „Diese Aufgabe müssen wir gemeinsam stemmen“, sagt Weber.

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erstellt am 24.Feb.2016 | 12:15 Uhr

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