Schenefeld : Auf zum letzten Weihnachtsmarkt?

Der Schenefelder Weihnachtsmarkt wird von Vereinen und Verbänden getragen. Kommerzielle Anbieter gibt es nicht.
Der Schenefelder Weihnachtsmarkt wird von Vereinen und Verbänden getragen. Kommerzielle Anbieter gibt es nicht.

Stadt lädt für den 7. Dezember ein. Veranstaltung steht auf der Kippe. Umfrage bei Vereinen und Verbänden wird ausgewertet.

shz.de von
20. November 2014, 12:00 Uhr

Schenefeld | Sie sind alle wieder dabei: die Schenefelder Rotarier mit ihrer Cafeteria und der Tombola. Die Vereine und Verbände, die für heißen Punsch und Kakao, leckere Waffeln, Bratwürste vom Grill, Schmalzbrote und Erbsensuppe sorgen. Die Kunsthandwerker, die Socken, Decken, Sterne und Holzspielzeug verkaufen. Das Kinderkarussell mit den fairen Preisen. Der Musikzug Schenefeld, die Liedertafel Frohsinn, der Meissner Spielmannszug und das Bläsertrio des Gymnsiums, die s für stimmungsvolle Musik sorgen. Am zweiten Adventssonntag, 7. Dezember, treffen sich die Schenefelder wieder beim Weihnachtsmarkt auf dem Rathausvorplatz. Gemeinsam möchten sich die Bürger einstimmen auf das große Fest.

Eigentlich ist alles wie immer – und doch ganz anders. Denn an diesem 7. Dezember könnte der letzte Vorhang für den Schenefelder Weihnachtsmarkt fallen. Die Traditionsveranstaltung steht auf der Kippe. Das Konzept wurde im April im Hauptausschuss von Seiten der Politik als „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnet. Das war noch vorsichtig formuliert. CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke formulierte es schon damals drastischer: „Das ist inzwischen ein sinnentleerter Weihnachtsmarkt, auf dem Glühwein getrunken wird.“

Nur für einen Tag werden in Schenefeld die Buden aufgebaut. Es fehlte an Atmosphäre. Und dann spielte auch das Wetter in den vergangenen Jahren nicht mit. So kam Schenefelds Weihnachtsmarkt etwas trostlos, fast schon provinziell daher – und wurde nicht gerade zum Publikumsmagneten.

Gleichzeitig ist die Konkurrenz groß – direkt vor der Haustür im „Stadtzentrum“, aber auch in Pinneberg, wo für vier Wochen eine Budenstadt aufgebaut wird.

Doch für einen Abgesang auf den Schenefelder Weihnachtsmarkt ist es noch zu früh: Die Stadt hat die Vereine und Verbände angeschrieben. Sie sollen ein gewichtiges Wort mitreden, wenn über die Zukunft der Veranstaltung entschieden wird. „Die Ergebnisse werden zurzeit aufbereitet und anschließend der Politik präsentiert“, betont Bürochef Melf Kayser. Noch gibt es Hoffnung für den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz.

Parallel zum Weihnachtsmarkt am 7. Dezember lädt die Stadtbücherei am Timmermannsweg zum „Tag der offenen Tür “ein. Beginn ist um 11.30 Uhr. Das Programm richtet sich an Kinder und Erwachsene. Von 11.30 bis 16.30 Uhr findet der beliebte Bücherflohmarkt im Außenbereich statt. Im Innenbereich wartet auf  die Besucher ein Glücksrad und die Sonntagsausleihe. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich anzumelden. Um 12 und um 15 Uhr wird in der Kinderbücherei das Erzähltheater „Kamishibai“ (Bilderbuch für die Kleinen) präsentiert. Von 13 bis 15 Uhr können Kinder ab sechs Jahren basteln. 
zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen