Auf zu neuen Wegen

Hatten sich in Schale geworfen: Die Absolventen kamen zur Abschlussfeier in Kleidern, High Heels, Sakkos und Krawatten. Fotos: Lütjens
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Hatten sich in Schale geworfen: Die Absolventen kamen zur Abschlussfeier in Kleidern, High Heels, Sakkos und Krawatten. Fotos: Lütjens

157 Schüler der Jahrgänge neun und zehn an der Gemeinschaftsschule Achter de Weiden wurden in Schenefeld verabschiedet

shz.de von
30. Juni 2018, 16:46 Uhr

Glitzer, Spitze, Rüschen, wehender und glänzender Stoff, High Heels, Sakkos und Krawatten prägen das Bild des Schulhofs an der Schenefelder Gemeinschaftsschule Achter de Weiden. Zahlreiche junge Menschen stehen dort, fein herausgeputzt in Ballkleid und Anzug, aufgeregt und fröhlich. Neun oder zehn Jahre waren sie in einem festen Rhythmus, Teil einer vorgegebenen Struktur. Mit einem Mal ist es vorbei und sie stehen vor großen Entscheidungen. Was kommt jetzt? Eine Antwort auf diese Frage müssen nun 157 Schüler der neunten und zehnten Klassen der Gemeinschaftsschule Achter de Weiden aus Schenefeld selbst finden.

Sie wurden am Donnerstag verabschiedet und gehen jetzt ganz neue, eigene Wege. Einige wagen den Berufseinstieg, einige nehmen sich eine Auszeit. Viele der Schüler jedoch wollen weiter zur Schule gehen und das Abitur ablegen.

So auch Lena Sievers, die jetzt ihren Realschulabschluss in der Tasche hat. Die 16-jährige Schenefelderin wird nach den Sommerferien auf die Rellinger Caspar-Voght-Schule wechseln. Dort wird sie dann im Biologie-Profil sein – denn Biologie ist auch ihr Lieblingsfach. Doch eine Pause in den Ferien hat sie nicht geplant. „Ich mache im Sommer ein Praktikum im Krankenhaus, einfach, um mal einen Einblick zu bekommen“, sagt Sievers. Einen genauen Plan, was nach dem Abitur kommt, habe sie allerdings noch nicht. „Ich werde auf jeden Fall noch weitere Praktika machen“, lautet ihr Plan.

Jonas Paasch möchte ebenfalls weiter zur Schule gehen. Auch er wird die Caspar-Voght-Schule in Rellingen besuchen. „Ich habe das Geschichts-Profil gewählt. Das interessiert mich“, erklärt der 16-Jährige. Nach dem Abitur möchte der Schenefelder „etwas Richtung Management und Organisation“ machen. Etwas, was er als Mitglied des Schenefelder Jugendbeirates bereits ausübt.

„Aller Anfang ist schwer, doch dieser Abschied noch viel mehr“ – mit diesen Worten schloss Ann-Jolina Seher ihre letzte Rede als Schülersprecherin. Wehmut lag in den Worten, doch ebenso war zu merken, wie sehr sie sich auf die neuen Herausforderungen freut. Geprägt war die Veranstaltung ganz traditionell von den Reden des Schuldirektors Dirk Ziegenhagen, der Schenefelder Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD), Elternvertretern, Klassenlehrern, aber eben auch der Schüler selbst. Die Bürgermeisterin gab den Absolventen noch ein Zitat des britischen Komponisten Benjamin Britten mit auf den Weg: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom – wen man aufhört, treibt man zurück.“

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