Schenefeld : Auf Schlag 500.000 Euro gespart

Kellerdeckendämmung am Schulzentrum Achter de Weiden: Die Stadt findet eine Alternative, die nur gut 300.000 Euro kostet.

shz.de von
28. Mai 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | 800.000 Euro für die Dämmung der Kellerdecken im Schulzentrum Achter de Weiden: Als Schenefelds Politikern diese Zahl zum ersten Mal 2014 im Energiegutachten präsentiert wurde, staunten sie nicht schlecht. Das Vorhaben wurde im Rat beschlossen, obwohl es zum Teil massive Kritik an dem Gutachten und auch an der hohen Ausgabe für die Deckendämmung gab (das Schenefelder Tageblatt berichtete).

Jetzt hat die Stadt auf einen Schlag 500.000 Euro gespart – denn die Dämmung ist auch für 300.000 Euro zu realisieren. Die Stadt präsentierte am Dienstagabend im Bauausschuss eine Alternativlösung, die die Politik durch die Bank weg überzeugte. Die Dämmung kann auch durch eine Sprühtechnik mit PU-Ortschaum erfolgen.

Das beratende Ingenieurbüro hatte vorgeschlagen, die Decke mit beschichteten, zehn Zentimeter starken Mineralfaserplatten zu dämmen. Bei einer Deckenfläche von zirka 9800 Quadratmetern hätte die Stadt dafür knapp 800.000 Euro berappen müssen. Laut Helge Feber vom Bauamt ist die Sprühtechnik nicht nur erheblich günstiger, sondern auch energetisch gesehen effektiver. „Der Schaum hat einen besseren Wärmeleitwert als die Platten.“ Ein weiterer Vorteil: Die Arbeiten sind weniger lärmintensiv, müssten nicht unbedingt während der Ferien ausgeführt werden. Das Schulzentrum ist einer der größten Energiefresser bei den städtischen Gebäuden. In diesem Jahr sollen in die energetische Sanierung zirka eine Million Euro fließen.

Der Bauausschuss und das liebe Geld: Noch im Januar wurde das Gremium „gezwungen“, nachträglich 420.000 Euro einzusparen, um den Etat zu entlasten. Vier Monate später liegen plötzlich 500.000 Euro zur freien Verfügung auf dem Tisch. Das weckt Begehrlichkeiten in der Politik.

Der Energieausschuss hat schon ein Auge darauf geworfen, um auf den Dächern des Schulzentrums eine Fotovoltaikanlage zu bauen. Geschätzte Kosten für das Vorhaben: 130.000 Euro. Für die drei in Frage kommenden Dachabschnitte – unter anderem Forum und Turnhalle – soll zunächst von einem Statiker geprüft werden, welche zusätzliche Dachlast noch möglich ist.

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