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Schenefelder Tageblatt

23. Oktober 2017 | 19:25 Uhr

Auf eine Stimme kommt es an

vom

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Schenefeld | Sonntagmorgen, 6.30 Uhr - Abfahrt. Die Feuerwehr und der Bauhof haben Frühschicht. Sie bringen die Urnen und alle Unterlagen in die 14 Wahllokale. 15 481 Schenefelder dürfen darüber entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren das politische Sagen in Schenefeld hat. Längst nicht alle werden von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. 2008 lag die Wahlbeteiligung in Schenefeld bei bescheidenen 40,8 Prozent. Laut Daniel Arwers - er koordiniert im Rathaus die Wahlvorbereitungen - haben bisher 900 Bürger Briefwahl beantragt. 2008 waren es am Ende 980.

SPD, CDU, FDP, OfS, BfB, und Grüne: Zum zweiten Mal treten in Schenefeld gleich sechs Parteien und Wählervereinigungen an. Die Chance, dass sie alle sechs künftig im Rat sitzen, ist groß. Die Fünf-Prozent-Hürde wurde bei Kommunalwahlen längst abgeschafft. Für einen Sitz benötigt eine Partei nur gut 100 Stimmen. Wichtig: Bei der Gemeindewahl am Sonntag gibt es - im Unterschied zu Landtags- und Bundestagswahlen - keine Erst- und Zweitstimme. Die Schenefelder haben nur eine Stimme. Sie wählen die Direktkandidaten für die einzelnen Wahlkreise und gleichzeitig auch die Partei (siehe Wahlzettel).

14 der 27 Sitze im Rat werden durch die gewählten Direktkandidaten besetzt. 13 Sitze über den prozentualen Anteil der Parteien und Wählervereinigungen am Gesamtergebnis. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Rat durch Ausgleichsmandate in Zukunft größer wird. 2008 hatten nur SPD und CDU Direktmandate gewonnen.

Die Wahllokale haben am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. In welchem Wahllokal gewählt werden muss, steht auf der Wahlbenachrichtigungskarte, die verschickt wurde. Bei dieser Wahl gibt es nicht mehr 15, sondern nur 14 Wahlbezirke. Außer der Wahlbenachrichtigungskarte sollte auch der Personalausweis beziehungsweise der Reisepass mit ins Wahllokal gebracht werden. Gleichzeitig mit den Gemeindewahlen findet die Kreiswahl statt. Auch hier gibt es nur eine Stimme.

SPD vor CDU. FDP vor OfS: So lautete 2008 der Zieleinlauf in Schenefeld. Und diesmal? Wer wissen will, wer am Ende die politische Nase vorn hat, kann ab 18 Uhr ins Rathaus am Holstenplatz kommen. Dort werden die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen öffentlich präsentiert. Mit einem Endergebnis für Schenefeld rechnet Arwers spätestens gegen 21 Uhr. Zunächst wird die Kreiswahl ausgezählt.

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