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Gutachtet bestätigt : Asbest im Gymnasium in Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Keine Gesundheitsgefährdung - der Asbest Stoff wurde im Zuge der anstehenden Sanierungsarbeiten in einem Klassenraum nachgewiesen – und zwar in einem Teppichkleber.

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2016 | 12:30 Uhr

Schenefeld | Das Ergebnis der Bodenprobe ist eindeutig: Am Gymnasium Schenefeld wurde Asbest gefunden. Das bestätigte gestern Bauamtschef Andreas Bothing. Der krebserregende Stoff wurde im Zuge der anstehenden Sanierungsarbeiten in einem Klassenraum nachgewiesen – und zwar in einem Teppichkleber. Die Schulleitung ist umgehend  informiert worden.

Doch Bothing gibt Entwarnung. „Vom jetzigen Zustand geht keinerlei Gefahr aus. Die Nutzung des Raumes ist weiter uneingeschränkt möglich.“ Bothing verweist auf ein Gutachten des Hamburger Umweltbüros Wartig Nord. Darin heißt es: „Eine relevante Faserfreisetzung aus diesem Kleber unter den gegebenen Bedingungen und damit eine Gesundheitsgefährdung kann ausgeschlossen werden. Die Fasern sind in die Klebermatrix eingebettet und solange daran keine abschürfende Bearbeitung erfolgt, findet keine Faserfreisetzung statt.“

An allen vier Schenefelder Schulen werden in den Sommerferien jeweils drei Klassenräume saniert. An allen Schulen wurden vorher Bohrkerne entnommen und auf Schadstoffbelastungen hin untersucht. Asbest wurde nur am Gymnasium – ein Bau der 1970er Jahre – festgestellt. Die drei fünften Klassen an der  Schule werden laut Bothing ab dem 4. Juli saniert. „Wo Asbest festgestellt wurde, gelten besondere Sicherheitsvorschriften.“ Das Abschleifen des Klebers könne während des Schulbetriebs erfolgen. Die Stadt werde – über die Vorschriften hinausgehend – die Asbestsanierung von dem Umweltbüro überwachen lassen. Asbest am Gymnasium: Laut Bothing habe es in der Vergangenheit bei Sanierungsarbeiten keine Hinweise auf den Schadstoff gegeben.

Die Wählervereinigung „Bürger für Bürger“ hatte vor dem Asbestfund gefordert, das komplette Schulzentrum auf diesen Schadstoff hin zu überprüfen, bevor viel Geld in die Sanierung gesteckt werde. Die Politik wurde gestern Abend im Bauausschuss über den Asbestfund und die Folgen informiert.

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