Erste Ergebnisse im Juli : Architekten können jetzt in Schenefeld loslegen

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Fraktionen verabschieden Auslobungsunterlagen für den neuen Stadtkern einstimmig.

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24. März 2018, 16:24 Uhr

Schenfeld | Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt haben den Weg freigemacht für den städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb. Die Politiker stimmten den Auslobungsunterlagen am Donnerstagabend einstimmig zu.

Nun können sich Architekten Gedanken über die Ausgestaltung des neuen Stadtkerns machen. Die Fläche umfasst etwa 20 Hektar. Ab Anfang April können sich die Teilnehmer bewerben. Im Juli sollen die ersten Ergebnisse vorliegen, die laut Stadtplaner Ulf Dallmann zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert werden. Bürger können sich die Ergebnisse im Zuge einer Ausstellung im Rathaus ab dem 17. Dezember ansehen.

Ziel des Wettbewerbs ist laut den Unterlagen „die Entwicklung eines städtebaulich, freiraumplanerisch und architektonisch qualitativ hochwertigen und kleinteilig durchmischten Quartiers ,Stadtkern Schenefeld’ als Nahversorgungszentrum“. Darin soll es Gewerbe-, Wohn- und Kulturangebote geben. Dazu kommen bedarfsgerecht gestaltete, multifunktional nutzbare Freiflächen. Aufgabenschwerpunkt bildet neben der Umgestaltung des öffentlichen Raums die städtebauliche Neuordnung.

Viel Diskussionsbedarf hatte die Politik nicht. Hans-Detlef Engel (CDU) merkte an, dass die Karte mit dem Radverkehrskonzept noch nicht abschließend im Ausschuss besprochen wurde. Deshalb forderte er, diesen Teil in den Auslobungsunterlagen zu streichen. Dem stimmte die Mehrheit – es gab eine Enthaltung – zu. Engel lobte zudem Stadtplaner Dallmann „für das Gesamtwerk“.

Zentrales Leitziel des Wettbewerbs ist die Stärkung des öffentlichen Raumes als verbindendes Element der einzelnen Bereiche im Stadtkern. Durch den Bau eines Bürgerzentrums als Herz der Stadt soll der Stadtkern einen neuen, attraktiven Kristallisationspunkt erhalten. Weitere wichtige Ziele sind die Anbindung von Freiräumen, die Entwicklung von Gastronomie – und Freizeitangeboten, die Schaffung vielfältiger Wohnangebote, die Öffnung und Integration des „Stadtzentrums“, die Überwindung der LSE und die Stärkung des Umweltverbunds. Das Wettbewerbsergebnis bildet die Grundlage für die konkrete städtebauliche Umsetzung.

Es gibt sieben Fachpreisrichter, die laut Dallmann alle Kenntnisse von den Begebenheiten vor Ort haben. Dazu kommen noch sechs Sachpreisrichter aus der Schenefelder Politik (siehe Kasten).

Für Preise und Anerkennungen stellt die Stadt Schenefeld als Wettbewerbssumme einen Betrag in der Gesamthöhe von 110 000  Euro zur Verfügung.

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