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Schenefeld : Arbeitskreis kämpft für die Schienenanbindung

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Stadtbahn: Arbeitskreis Verkehrsplanung kämpft für Schienenanbindung. Unterschriftensammlung für Halt am „Stadtzentrum“.

Schenefeld | Keine Erweiterung der geplanten U-Bahn-Linie 5 bis nach Schenefeld: Die Absage von Hamburgs Staatsrat Andreas Rieckhof an Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof schreckt Herbert van Gerpen nicht. An die Realisierung des 3,8 Milliarden Euro teuren U-Bahn-Plans, den Hamburgs Senat angeschoben hat, um den Westen der Millionenmetropole an die Schiene anzubinden, glaubt van Gerpen eh nicht. „Aus wirtschaftlichen Gründen ist die Stadtbahn viel sinnvoller und wahrscheinlicher“, sagt der Sprecher des Arbeitskreises Verkehrsplanung Schenefeld, der für die Grünen auch im Rat der Kleinstadt sitzt.

Klein sollte sich Schenefeld laut van Gerpen aber nicht machen, wenn es um eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte geht. „Schenefeld muss Druck machen“, sagt der Grünen-Politiker. Das Ziel ist klar formuliert. Eine Stadtbahn soll nicht an der Landesgrenze Halt machen. Schenefeld soll wieder an die Schiene angebunden werden.

Der Arbeitskreis Verkehrsplanung ist Mitglied der Verkehrsinitiative „Starten: Bahn West“! in der sich auch die Borner Runde, die Luruper Verkehrs-AG und die Bürgerinitiative Volkspark zusammengetan haben. Haburgs Westen wartet seit Jahrzehnten auf die Bahn.

Druck machen, trommeln, Schenefeld positionieren: Die Verkehrsinitiative hat eine Unterschriftensammlung gestartet, um eine Petition auf den Weg zu bringen. Auch in Schenefeld können die Bürger unterschreiben. Gefordert werden Haltestellen in Schenefeld am „Stadtzentrum“, in Osdorf am Born-Center, für Lurup am Eckhoffplatz und in Bahrenfeld an der Trabrennbahn beziehungsweise den Arenen. Baubeginn sollte spätestens 2020 sein.

Van Gerpen erinnert daran, dass ein Schienenanschluss Schenefelds in früheren Planungen der Hansestadt immer eine Rolle gespielt habe. „Heute hat Schenefeld fast 20.000 Einwohner. Der Gedanke der Metropolregion muss doch gerade bei Verkehrsprojekten Priorität haben.“

Die SPD in Hamburg hat sich unter Bürgermeister Olaf Scholz für die U-Bahn und gegen die Stadtbahn entschieden. Van Gerpen hofft, dass sich die Mehrheitsverhältnisse nach der nächsten Bürgerschaftswahl verändern und die Stadtbahnpläne – sie werden von CDU und Grünen favorisiert – wieder eine Chance bekommen. Schenefelder Interessen im Auge behalten: Laut van Gerpen haben die Hamburger Grünen genau in diesem wichtigen Punkt ihre Unterstützung zugesagt. Schenefeld will ran an die Schiene.

Bei den Stadtbahnplänen Anfang der 1990er Jahre und den Verkehsrentwicklungsplänen in Hamburg spielte die Anbindung des Schenefelder Platzes immer eine Rolle. Ganz aktuell gibt es einen Beschluss der Bezirksversammlung Altona vom Mai zum Generalverkehrskonzept. Darin heißt es: Der Hamburger Westen braucht dringend ein Verkehrskonzept, das nicht an der Stadtgrenze Halt macht und sich gründlich mit allen Verkehrsteilnehmern und ihren Wegen auseinandersetzt. Bei der Entwicklung ist es zwingend notwendig, Schleswig-Holstein und die Gemeinden des Umlands einzubeziehen. Diese sind durch angrenzende Wohn- und Gewerbegebiete sowie schleswig-holsteinische Pendler ebenso wie Hamburger Auslöser der Verkehrssituation im Hamburger Westen.
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erstellt am 11.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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