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„Ein Gewinn für die Stadt“ : Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit zeit zehn Jahren in Schenefeld

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Bürgermeisterin lobt das Engagement der Schenefelder.

Schenefeld | Eine Klingel, ein Hinweisschild, der richtige Griff, in der richtigen Höhe: Wenn es um Barrierefreiheit in Schenefeld geht, schaut das Team um Friederike Pavenstedt ganz genau hin – und das seit zehn Jahren. 2006 wurde die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit unter dem Dach der Sozialberatung von sieben Bürgern gegründet. „Sie sind für die Stadt ein Gewinn“, betonte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof anlässlich eines Empfangs zum zehnten Geburtstag in der Begegnungsstätte am Rathaus. Dieser Raum ist – anders als die Sitzungsräume im ersten Stock – auch für Menschen mit Behinderung zu erreichen.

Küchenhof lobte nicht nur den unermüdlichen Einsatz der inzwischen 15 AG-Mitstreiter, sondern auch deren konstruktive und vorausschauende Arbeitsweise. „Sie haben viele Ideen und Vorschläge. Aber sie gucken auch, was möglich ist und haben Verständnis, wenn etwas länger dauert.“

Keine Frage: Die AG hat in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam mit der Stadt in Schenefeld etwas bewegt. Eingänge an öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus und der Volkshochschule wurden barrierefrei umgebaut. Es gibt regelmäßige Treffen zwischen der AG und den Verantwortlichen im Rathaus. Mit dem Centermanagement wird über Verbesserungen im „Stadtzentrum“ gesprochen. In Schenefeld gibt es in zweiter Auflage einen barrierefreien Stadtplan.

Die AG mischt sich ein. Ganz aktuell in die Planungen beim Stadtkern. In der Vergangenheit beim Leitbild. Bei Veranstaltungen, Ausflügen, dem Mobilitätstraining in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein.

Im Focus der Öffentlichkeit

Pavenstedt hat das Thema vor zehn Jahren in den Focus der Öffentlichkeit gerückt – auch als Betroffene. Die 58-Jährige ist seit 28 Jahren an Multipler Sklerose erkrankt, auf einen Rollstuhl angewiesen. „Ich bin im Alltag auf viele Barrieren gestoßen“, sagt Pavenstedt. Sie habe das Bedürfnis gehabt, sich nützlich machen zu wollen. Aus der Idee ist ein Netzwerk entstanden. Die AG arbeitet unter anderem ganz eng mit der Lebenshilfe und dem Seniorenbeirat zusammen. Pavenstedt lobt ausdrücklich die gute Unterstützung durch die Stadt. „Das gibt uns Halt.“

Pavenstedt versprach, weiter zu machen. „So lange wir können.“ Baustellen gibt es für die AG genug. Am Schenefelder Platz beispielsweise, wo der Einstieg in die Linie 2 für Rollstuhlfahrer kaum möglich ist. Beim Thema zweiter Fluchtweg im Forum und bei dem großen Thema bezahlbarer, barrierefreier Wohnraum.

Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski (SPD) verwies darauf, dass Pavenstedt den Ehrenpreis der Stadt als Anerkennung für ihre Arbeit erhalten habe. Bürgermeisterin Küchenhof brachte die Unterstützung der Stadt für das Thema Barrierefreiheit auf den Punkt: „Was gut ist für Menschen mit Handicap, ist für alle anderen auch gut.“

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erstellt am 23.Jun.2016 | 13:00 Uhr

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