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Nach Schießerei im April : Anklage gegen Disco-Schützen von Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 22-Jährigen aus Hamburg des versuchten Totschlags. Er soll am 19. April vor der Diskothek Eberts auf zwei Hamburger geschossen haben.

Schenefeld/Itzehoe | Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat Anklage gegen einen 22 Jahre alten Hamburger erhoben, der am 19. April vor der Schenefelder Diskothek Eberts auf zwei 23 Jahre alte Hamburger geschossen und diese dabei schwer verletzt haben soll. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen gestern im Gespräch. „Der Beschuldigte hat eingeräumt, die Schüsse gezielt abgegeben zu haben“, sagte Dreeßen. Nach der Tat sei er ins Ausland geflüchtet und im Mai am Hamburger Flughafen verhaftet worden, teilte Dreeßen weiter mit. Die Staatsanwaltschaft klagt den Hamburger jetzt wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz an.

Aufgrund des Geständnisses und weil der Beschuldigte einen festen Wohnsitz in Deutschland habe, befinde er sich derzeit nicht in Untersuchungshaft, sondern sei unter Auflagen frei. Er müsse sich regelmäßig bei der Polizei melden und seine Ausweise seien eingezogen worden, sagte Dreeßen.

Die Schüsse vor dem Eberts markierten das dramatische Ende einer Feier. Eines der späteren Opfer feierte in Schenefeld seinen 23. Geburtstag. Dabei, so Oberstaatsanwalt Dreeßen, habe es in der Disco einen Streit gegeben, weil aus dem Umfeld der späteren Opfer die Freundin des mutmaßlichen Täters „angemacht“ worden sein soll. Als die beiden 23-Jährigen gegen 2.15 Uhr vor die Tür der Diskothek gingen, soll der 22-Jährige eine Waffe gezogen, auf die Nebenbuhler geschossen und sie so schwer verletzt haben. Der Täter habe die Waffe versteckt und sei zu Fuß in Richtung Lornsenstraße geflüchtet.

Mit dem Geständnis des Beschuldigten habe sich eine erste Vermutung der Staatsanwaltschaft nicht bestätigt. Laut Dreeßen hatten die Ermittler zunächst vermutet, dass es sich bei der Tat um eine Auseinandersetzung im Türstehermilieu handle.

Wie Dreeßen weiter berichtete, hat das Landgericht noch nicht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden. Ein Termin für den Prozess stehe damit auch noch nicht fest.

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erstellt am 26.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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