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Schenefeld : Anke Grudnick marschiert an Spitze des Musikzugs

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Jetzt lebt sie ihren Traum.

Schenefeld | Mit dem Musikzug Schenefeld von 1987 ist Anke Grudnick eher zufällig in Kontakt gekommen. Bei einer Veranstaltung am Eckhoffplatz in Hamburg hat ihre Tochter den Musikzug als musikalischen Höhepunkt wahrgenommen. „Meine Tochter fand den Auftritt total schön“, erinnert sich Grudnick. Mutter wie Tochter kamen mit den Mitgliedern ins Gespräch. „Dann nahm alles seinen Lauf“, erinnert sich die 38-Jährige. Die Familie ist inzwischen Mitglied im Musikzug. Anke Grudnick und ihre sechs Jahre alte Tochter Emma traten zuerst bei. Wenig später folgte ihr Mann Mathias Richter. Er ist inzwischen Vorsitzender des Vereins. „Für uns ist das klasse“, erläutert Grudnick. Denn die gesamte Familie unternähme bei den Musikzug-Aktivitäten etwas zusammen.

Anke Grudnick spielt seit zwei Jahren große Trommel. Vor einem Jahr hat sie angefangen, Saxophon zu spielen. „Es hat mich fasziniert, in meinem Alter noch ein Instrument erlernen zu können“, sagt die Musikerin. Sie hatte bereits in der Grundschule Spaß an Instrumenten, spielte dort Blockflöte. Der Spielmannzug hat derzeit 20 Mitglieder, 15 davon sind aktiv. „Wir brauchen noch mehr Mitstreiter“, sagt die Mutter. Jeder sei willkommen. Das Vereinsleben bietet jede Menge Abwechslung. „Freude an Musik und Geselligkeit sind zwei wesentliche Aspekte “, betont Grudnick. Die Mitglieder hatten beispielsweise im vergangenen Jahr ein Haus in Dänemark gemietet, um „mal zu entspannen“.

Doch auch das Musizieren spielt bei den Aktivitäten eine zentrale Rolle. Die Schenefelder fahren einmal im Jahr mit dem Musikzug Halstenbek nach Leverkusen zum Karneval. Ferner geht es am 1. Mai zur Landesgartenschau nach Eutin und am 4. Juni zum Landesmusikfest nach Heide. Zum Programm gehören aber auch Übungswochenenden sowie Laternenumzüge. Jedes Jahr gibt es am Volkstrauertag einen Auftritt am Gedenkstein in Schenefeld. „Es ist ein schönes Gefühl, beim Musizieren von Bekannten und Freunden umgeben zu sein.“

Die Mitglieder proben für ihre Auftritte zweimal in der Woche. Grudnick agiert im Verein zusätzlich als Jugendleiterin. Sie organisiert Partys, Grill-Events und Spielenachmittage. Das musikalische Repertoire erstreckt sich von Big-Band-Stücken bis hin zu Karnevals- und Kinderliedern. Als ehemalige DDR-Bürgerin – sie wurde auf Rügen geboren – weiß Grudnick die Mitgliedschaft zu schätzen. „Mit der Tatsache, beim Musikzug in der ersten Reihe mitzulaufen, habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt.“ Als Normalbürger habe man in der DDR keine Chance gehabt, dabei zu sein. „Dem Musikzug konnte man nur über die Polizei oder Feuerwehr beitreten“, erläutert Grudnick.

Wer Interesse hat, kann sich unter Telefon 040-8306719 informieren. Geprobt wird mittwochs ab 18 Uhr in der Teeküche der Sporthalle Achter de Weiden. Zur Historie: Anfang der 1970er Jahre trennte sich eine Gruppe von Musikern vom Meissner Spielmannzug Schenefeld. Sie gründeten den Schützenspielmannzug der Schieß-Sport-Gemeinschaft Schenefeld mit reiner Spielmannzugbesetzung. 1987 trennte sich der Spielmannszug dann von den Schützen und wurden ein eigenständiger Verein, der Spielmanns- und Fanfarenzug Schenefeld von 1987. Seit 2007 haben die Mitglieder ihren Schwerpunkt auf Blas- und Big-Band-Musik verlegt. Sie nannten sich fortan Musikzug.
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