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Schenefelder Tageblatt

16. August 2017 | 17:47 Uhr

Schenefeld : Angst vor Halstenbeks Schulen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Grünen wollen die Sanierung am Schulzentrum beschleunigen und Prioritäten setzen. Wettbewerbssituation sei real.

Schenefeld | Gymnasium und Grund- und Gemeinschaftsschule: In der Nachbargemeinde Halstenbek besuchen die Schüler zwei nagelneue, moderne Schulen. Die haben sich Schenefelds Politiker ganz genau angeguckt. Erkenntnis bei den Grünen: „Die Wettbewerbssituation mit dem benachbarten Wolfgang-Borchert-Gymnasium ist real und Schenefeld benötigt eine gute Antwort auf die Frage der Eltern, warum sie ihre Kinder in einer Schule in Schenefeld anmelden sollen, deren Klassenräume in solch schlechtem Zustand sind, wenn nebenan in Halstenbek eine neue, schöne Schule bereitsteht“, sagt Fraktionschef Mathias Schmitz. Die Angst vor der Konkurrenz aus Halstenbek geht um.

Einen Neubau des Schulzentrums Achter de Weiden wird es nicht geben. Die BfB scheiterte mit dem Vorstoß, die Kosten für einen Neubau ermitteln zu lassen. Einzig die OfS unterstützte im Schulausschuss uneingeschränkt diesen Antrag. Schenefelds Politiker setzen mehrheitlich weiter auf die Sanierung, die vor allem darauf abzielt, einheitliche Standards für alle Klassenräume im Gymnasium und der benachbarten Gemeinschaftsschule zu schaffen.

Doch die Grünen wollen Prioritäten setzen und das Tempo erhöhen. Besonders im Blick: der Zustand der fünften Klassen. Diesen bezeichnete Schmitz schlicht und ergreifend als „schockierend“. Sie müssten schon bis zum Schuljahreswechsel in diesem Sommer komplett erneuert werden. Mit neuen Fußböden, Türen, frisch verputzten Wänden, einer wirksamen Akustikdecke, in welche Beleuchtung und Beschallung integriert sind, eine einwandfreie Tafelwand mit allen notwendigen Anschlüssen und eine Raumausleuchtung, welche über Präsenzmelder gesteuert wird sowie eine Heizung, deren Temperaturregelung funktioniert und die automatisch die Heizung ausschaltet, wenn die Fenster geöffnet werden. Höchste Priorität sollte laut Schmitz zudem die Sanierung des Daches haben. Auch in diesem Bereich müsse noch in diesem Jahr etwas Entscheidendes passieren. Die Mängelliste der Grünen ist lang. „Die Schule wird in den kommenden Jahren Modernisierungswellen durchlaufen müssen. Da wird der Betonmischer zum Standardrequisit der Schule werden“, prophezeit der Grünen-Chef. Er geht davon aus, dass die Grundsanierung am Schulzentrum zirka acht Millionen Euro kosten werde.

Das Fazit der Grünen: Die Versäumnisse der Vergangenheit seien erdrückend. Jetzt müsse die Stadt den Preis dafür zahlen. Es sei zu wenig Geld in das nunmehr 42 Jahre alte Gebäude geflossen. Schmitz: „Da soll jede Partei, Verwaltung, die ehemaligen Schulleiter sich ihren Teil der Verantwortung am Zustand ehrlicherweise selbst eingestehen.“

Gebäudekörper

Dächer komplett erneuern, Fassade überholen, Erneuerung der Heizungsanlage

Klassenräume

Kernschwachpunkte sind die Akustik, Beleuchtung, Temperatursteuerung (Wärmen und Lüften), Fußböden, Wände, Türen, Mobiliar und Einrichtung

Flure

Müssen farblich und akustisch modernisiert, die Toiletten im Obergeschoss saniert werden

Pausenhalle

Modernisierung von Fußboden, Treppen und Wänden bis hin zur Decke erforderlich

Raumkonzept

Die Schulen bevorzugen eine Mensa innerhalb des Schulzentrums. Die jetzige Mensa bietet kaum Erweiterungsmöglichkeiten.

 
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erstellt am 04.Mär.2016 | 12:15 Uhr

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