Torsten Albig bei XFEL : „Alle Welt wird hier herkommen, um zu forschen“

Massimo Altarelli (l.), Vorsitzender der Geschäftsführung European XFEL, erläutert Ministerpräsident Torsten Albig die Funktionsweise der Tunnelanlagen, in denen in Zukunft mit Röntgenblitzen experimentiert werden soll.
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Massimo Altarelli (l.), Vorsitzender der Geschäftsführung European XFEL, erläutert Ministerpräsident Torsten Albig die Funktionsweise der Tunnelanlagen, in denen in Zukunft mit Röntgenblitzen experimentiert werden soll.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) besuchte bei seiner Sommerreise gestern die am 29. Juni eingeweihte Forschungseinrichtung, um das Unternehmen European XFEL in Schleswig-Holstein zu begrüßen.

shz.de von
03. August 2016, 12:11 Uhr

Schenefeld | Auf dem XFEL-Gelände in Schenefeld herrscht eine Mischung aus Baustellenbetrieb und Silicon Valley: Die schwarz-weiße Fassade des mehr als eine Milliarde Euro teuren Neubaus glänzt bereits  in der Sonne, während die Mitarbeiter des Forschungszentrums über eine Behelfstreppe und den staubigen Parkplatz zu einem Imbiss-Wagen gehen. Die Kantine ist noch im Bau, daher steht ein Food-Truck bereit – jeden Tag mit Speisen aus einem anderen Land. „Das passt zu uns“, sagt XFEL-Pressesprecher Frank Poppe lächelnd: „Wir sind ein internationales Unternehmen.“ Die rund 300 Mitarbeiter kommen aus 38 Nationen.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) besuchte bei seiner Sommerreise gestern die am 29. Juni eingeweihte Forschungseinrichtung, um das Unternehmen European XFEL in Schleswig-Holstein zu begrüßen. „Alle Welt wird hier herkommen, um zu forschen“, sagte Albig. In ein Bundesland, dass nach Aussage des Ministerpräsidenten noch immer unter dem Image eines „Buschlandes“ leidet. Einrichtungen wie XFEL seien ideal, um mit diesem Vorurteil aufzuräumen.

Elf Länder sind an dem Projekt beteiligt. Hauptgeldgeber sind Deutschland und Russland. Kernstück der Anlage ist eine 3,4 Kilometer lange Tunnelanlage. Hier werden Röntgenblitze durchgejagt, die dann die Basis von Experimenten bilden. Mit den Röntgenblitzen sollen unter anderem atomare Details von Viren und Zellen entschlüsselt werden. „Gemeinsam wird hier hochkarätige Forschung betrieben“, sagte Albig. Der Testbetrieb des Elektronenbeschleunigers soll im September dieses Jahres beginnen. In anderthalb Jahren soll, so Unternehmenssprecher Poppe, der Forschungsbetrieb laufen – dann sicher auch mit einer Kantine.

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