Ärger um Hundeplatz: Jetzt soll der Schiedsmann ran

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19. Januar 2013, 01:14 Uhr

Schenefeld | Es gibt Probleme, für die sich keine befriedigenden Lösungen finden lassen. Diese Erfahrung mussten jetzt auch die Politiker im Stadtentwicklungsausschuss machen. Es geht um den Ärger um den Hundeübungsplatz an der Halstenbeker Chaussee. Kleingärtner hatten sich über den Lärm und das Parkplatzchaos im Scharm brooksweg beschwert. Das wilde Parken hatten bei der Stadt auch immer wieder Spaziergänger moniert (wir berichteten).

Hundetrainerin Susanne Venthien (Foto) berichtete jetzt persönlich über die Situation vor Ort. "Ich setze auf den Dialog mit den Kleingärtnern." Zwei Parteien würden sich immer wieder beschweren, auch versuchen, ihr das Leben schwer zu machen. Das ging so weit, dass Einkaufswagen und Auots quer auf den Parkplätzen der Kleingärtner postiert wurden, um zu verhindern, dass Kunden der Hundeschule dort parken. So wird der Scharmbrooksweg am Randstreifen zugeparkt. Der ist inzwischen in einem desolaten Zustand.

Lösung für das Stellplatzproblem? Fehlanzeige. Denn der Hundeübungsplatz befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet und wird als gewerblicher Betrieb auf dem Areal von der Kreisbehörde nur gedultet. Eigene Parkplätze dürfen auf dem Platz nicht ausgewiesen werden - bis die rechtlichen Voraussetzungen durch die Stadt geändert wurden. Das kann Jahre dauern. "Es gibt keine vernünftige Zwischenlösung", stellte am Ende dann auch SPD-Ratsherr Kai Harders fest. Jetzt soll sich der Bauausschuss um den "Hundefall" kümmern. Geplant: den Seitensteifen zumindest zu befestigen. Dabei will auch Venthien mithelfen.

Und der Streit mit den Kleingärtnern? Da soll jetzt Schenefelds Schiedsmann Kai Schüler ran. "Ich bin dazu bereit, gemeinsam nach Kompromissen zu suchen", betonte Venthien.

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